Erklärung Medienethik

Erklärung des KV zur Medienethik

Der KV – Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine – hat sich im Rahmen seiner 103 Vertreterversammlung 2015 mit dem Thema „Medienethik“ beschäftigt und nach einem Symposium und intensiven Diskussionen folgende Resolution beschlossen:

Die Meinungsfreiheit ist ein unveräußerliches Menschenrecht. Aber bedeutende Fehlentwicklungen der jüngeren Zeit  in den Medien, vor allem im Internet, führen zu Konflikten zwischen Meinungsfreiheit und Menschenwürde und gefährden letztlich die Meinungsfreiheit selbst; dabei geht es etwa um Verleumdungen und Vorverurteilungen. Aus dem christlichen Menschenbild ergibt sich für uns in dieser Situation die folgende Forderung:

Jeder, der Informationen oder Meinungen veröffentlicht, trägt Verantwortung für die Folgen seiner Aussagen. Er ist verpflichtet zur Wahrhaftigkeit und zur Achtung der Menschenwürde. Jeder, der sich aufgrund solcher Aussagen ein Urteil bildet, hat zu prüfen, ob diese Verpflichtungen beachtet wurden. Wir rufen dazu auf, das insbesondere in Elternhaus und Schule einzuüben.
Journalisten tragen eine besondere Verantwortung für die Wahrhaftigkeit und die Achtung der Menschenwürde. Wir streben an, gemeinsam mit anderen Verbänden Wege zu einer angemessenen Würdigung ethisch verantwortungsvoller journalistischer Arbeit zu finden.

Wir fordern die Verantwortlichen in Politik und Medien auf, allgemeine und international rechtlich verbindliche Qualitätsmaßstäbe in der Akquisition, Prüfung und Weitergabe von Informationen zu entwickeln. Der Pressekodex des deutschen Presserats kann dabei als Grundlage dienen. Jedoch ist auch zu prüfen, ob er nicht gleichfalls der Fortschreibung bedarf; die Haftung muss international verbindlich geregelt werden, um die Rechte geschädigter Personen und Institutionen zu stärken.

Paderborn, 30. Mai 2015

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