Willkommen

107. Vertreterversammlung in Freiburg

VV 2019 in Freiburg  im Breisgau vom 30.05.2019 bis 02.06.2019

Im kommenden Jahr findet die Vertreterversammlung des KV in der badischen Metropole Freiburg statt. Das Ortsphilisterium, organisiert im Ortszirkel 'Stadtbächle' sowie die Freiburger Korporationen des KV, Brisgovia, Rheno-Palatia, Germania-Hohentwiel und Neuenfels freuen sich auf dieses Ereignis und werden gute Gastgeber sein.
Auch wenn viele diese schöne Stadt kennen, möchten wir doch nicht versäumen, sie trotzdem nochmals kurz vorzustellen.


Freiburg liegt am südlichen Oberrhein, grob gesagt in der Ebene zwischen Vogesen und Schwarzwald, konkreter zwischen Kaiserstuhl und den westlichen Schwarzwaldbergen auf dem 48. Breitengrad. Die Stadt weist als einzige Großstadt Deutschlands innerhalb ihres Stadtgebietes eine Höhendifferenz von mehr als 1000 Metern  (196 - 1284 m ü. NN - Schauinsland) auf, gilt als Tor zum Schwarzwald und zugleich als Hauptstadt des badischen Weines. Auch gilt Freiburg, begünstigt durch die Lage nordöstlich der 'Burgundischen Pforte', als wärmste Großstadt Deutschlands und hat sich in den letzten Jahren  - als erste Großstadt unter einem Bürgermeister der Grünen - auch den Ruf einer 'green city' erarbeitet. Die Bevölkerung ist nach dem 2. Weltkrieg von ca. 90.000 auf 230.000 Einwohner gewachsen, davon sind rund 30.000 Studenten. In den letzten Jahren hat Freiburg stark in den Ausbau des Stadtbahnnetzes sowie die Vergrößerung und Umgestaltung und auch in die Verkehrsberuhigung der Innenstadt investiert. Diese Maßnahmen mit Neuanlage des Rotteck- und Friedrichringes sowie des Platzes der Alten Synagoge zwischen Universität und Stadttheater werden alle noch in diesem Jahre abgeschlossen sein, so das sich der VV eine baustellenlose Innenstadt präsentieren wird. Ebenso wurden neue Stadtteile angelegt oder ausgebaut wie das 'Rieselfeld' oder der Stadtteil Vauban, der mit seinen Niedrigenergiehäusern als grünes Vorzeigeobjekt einige Berühmtheit erlangt hat.

Freiburg gehört zu den sogenannten Zähringerstädten. Als castrum um 1091 durch Bertold II von Zähringen ursprünglich errichtet, erhielt die dazugehörende Ansiedlung 1120 durch dessen Sohn Konrad das Markt- und Stadtrecht. Um 1200 wurde mit dem Bau des Münsters als Bürgerkirche begonnen und offiziell 1513 beendet. Der vollständige durchbrochene oktogonale gotische Turmhelm ist einzigartig und gilt als der 'schönste Turm der Christenheit'. Seit wenigen Wochen sind auch die Renovierungsarbeiten am Turm beendet, weshalb dieser nun in voller Schönheit ohne Gerüst zu bewundern ist.

Im Jahre 1368 unterstellte sich Freiburg dem Hause Habsburg und gehörte mit kurzen Unterbrechungen bis 1805 zu Vorderösterreich. Danach wurde es durch Napoleon dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. 1821 wurde Freiburg an Stelle von Konstanz Bischofssitz und wurde 1827 Erzbistum. Während Freiburg im 1. Weltkrieg als 'offene Stadt' weitgehend von Zerstörungen verschont blieb, wurde die Innenstadt im 2. Weltkrieg am Abend des 27.11.1944 durch britische Bomber angegriffen und fast vollständig in Schutt und Asche gelegt. Lediglich das Münster, dessen Glasfenster man frühzeitig ausgelagert hatte, blieb bis auf Dachziegel fast unversehrt ebenso wie das gegenüberliegende Historische Kaufhaus und die Südostecke des Münsterplatzes. Maßgeblich  verantwortlich für den heute oft bewunderten Wiederaufbau der Innenstadt im alten mittelalterlichen Maßstab war ein KV-er, der Leiter der Bauverwaltung und spätere Oberbürgermeister Josef Brandel (Gm-Ho). Auch in der Zeit der Weimarer Republik war ein KV-er Oberbürgermeister der Stadt, nämlich Karl Bender (Bv) von 1922 bis zur Amtsniederlegung im April 1933.

Schon 1457 war die Freiburger Universität als eine der ersten europäischen Universitäten und als zweite österreichische nach Wien durch Erzherzog Karl-Albrecht VI. von Österreich gegründet worden. Nachdem ihre Existenz nach 1805 im kleinen Land Baden finanziell gefährdet war, wurde ihr Bestand durch Großherzog Ludwig von Baden gesichert. Seit 1920 heißt die Universität Albert-Ludwigs-Universität oder Alberto-Ludoviciana. Sie gehört bis heute zu den führenden Universitäten Deutschlands und verfügt heute über 11 Fakultäten. An ihr lehrten oder lernten u.a. Erasmus von Rotterdam, Johannes Eck, die Kardinäle Frings und Lehmann, für die Medizin: Paul Ehrlich, für die Wirtschaft: Walter Eucken, Friedrich v. Hayek, für die Philosophie: Edmund Husserl, Martin Heidegger, Karl Rahner, Hanna Ahrendt, Edith Stein und nicht zu vergessen Kb Dr. Konrad Adenauer (Bsg) der erste Kanzler der Bundesrepublik. Die angeschlossene Universitätsklinik gehört mit über 2000 Betten (incl. Herzzentrum) zu den größten Kliniken Deutschlands.Auch die Universität hat in den letzten Jahren stark investiert und steht vor weiteren Investitionen. Zu nennen sind etwa Errichtung und Ausbau der Technischen Fakultät, der Neubau der Universitätsbibliothek, die begonnene Renovierung des Kollegiengebäudes II und der weitere Ausbau des Klinikums.

An der Universität wurde als erste KV-Verbindung 1880 die Brisgovia gegründet, die sich schnell zur stärksten katholischen Verbindung am Ort mauserte und Anfang des 20. Jahrhunderts stärkste Verbindung in Freiburg war. Angesichts von heute unvorstellbaren Zahlen von 50 - 100 Neumitgliedern pro Jahr folgten bald Ausgründungen, zunächst der Bavaria (aufgelöst), später auch der Rheno-Palatia,  Hohentwiel (fusioniert mit Germania), Flamberg (jetzt: Bonn) und Urach sowie die Neugründung von Neuenfels. Bereits 1904 gründete sich der Ortszirkel 'Stadtbächle' -benannt nach den die Innenstadt durchziehenden kleinen Wasserkanälen-, der seit mehr als 50 Jahren ununterbrochen seinen Stammtisch im 'Roten Bären' am Schwabentor, dem ältesten Gasthof Deutschlands, abhält und daneben auch Besuche von Museen und Ausstellungen sowie Reisen organisiert, u.a. nach Sizilien, Irland, Marokko, Frankreich und Italien.

Die verbliebenen -eingangs genannten- Verbindungen werden ein Rahmenprogramm zur VV erstellen, welches in einer der nächsten Ausgaben der AM veröffentlicht werden wird.
Alle Tagungen finden im Stadthotel Freiburg (Kolping Resort) statt. Dieses liegt am Rande der Innenstadt. Der zentrale Münsterplatz ist drei Fußminuten entfernt; auf dem Weg dorthin liegt das Haus der Germania-Hohentwiel und nur drei bis 5 Minuten weiter liegen die Häuser von Neuenfels und Rheno-Palatia. Das Haus der Brisgovia mit großem Garten liegt etwas entfernt; zwischen der Innenstadt und dem Haus der Brisgovia wird abends ein Shuttle organisiert. Lediglich der Kommers am Samstagabend findet nicht in der Innenstadt, sondern in den Räumen der Neuen Messe statt. Sowohl hin als auch zurück wird ein Transfer aus der Innenstadt organisiert.


Winfried Strecker (Bsg)
Vors. des OZ Stadtbächle


[Quelle]

Kontakt Das KV-Sekretariat meldet sich so schnell wie möglich bei dir!