„Einer trage des andern Last.“ (Gal 6,2)
Was macht den KV aus?
Sind es die vielen einzelnen Verbindungen, die sich über ganz Deutschland verteilen? Sind es unsere Häuser, unsere Farben, unsere Traditionen und unsere Veranstaltungen? Sicherlich. Doch all das wäre wenig wert, wenn dahinter nicht etwas stünde, das uns über die Grenzen unserer eigenen Verbindung hinaus miteinander verbindet: der Kartellgedanke.
Wir sind nicht nur Mitglieder unserer jeweiligen Vereine oder Verbindung. Wir sind Kartellbrüder. Und genau darin liegt die besondere Stärke unseres Verbandes:
Aus vielen einzelnen Verbindungen wird ein gemeinsames Ganzes. Der KV lebt davon, dass wir nicht nebeneinanderher, sondern miteinander leben, feiern, diskutieren und füreinander einstehen.
„Einer trage des andern Last.“
Paulus schreibt diesen Satz an eine Gemeinschaft, die trotz aller Unterschiede zusammenhalten soll. Dabei geht es nicht um ein einseitiges Helfen der Starken für die Schwachen. Es geht um etwas Grundsätzlicheres: darum, füreinander Verantwortung zu übernehmen. Darum, den anderen nicht aus dem Blick zu verlieren. Und darum, die eigenen Kräfte nicht nur für sich selbst, sondern für die Gemeinschaft einzusetzen.
Genau diesen Gedanken möchten wir als Vorort Markomanniae im kommenden Jahr mit Euch leben.
Wir wollen keine neuen Gräben zwischen Aktiven und Alten Herren, zwischen großen und kleinen Verbindungen, zwischen Nord und Süd oder zwischen den einzelnen Generationen entstehen lassen. Im Gegenteil: Wir wollen die Wege zueinander kürzer machen. Wir wollen ansprechbar sein, den Austausch fördern und dort unterstützen, wo wir gebraucht werden.
Denn unser Kartell lebt nicht von seinen Strukturen allein. Es lebt von den Menschen, die diese Strukturen mit Leben füllen. Von dem KVer, der seinem Kartellbruder die Hand reicht. Von der Verbindung, die ihren Gästen die Tür öffnet. Von dem Aktiven, der Verantwortung übernimmt. Und von den Alten Herren, die ihre Erfahrung und ihre Verbundenheit an die nächste Generation weitergeben.
Gerade in einer Zeit, in der vieles auseinanderdriftet, wollen wir deshalb das Verbindende in den Mittelpunkt stellen. Wir wollen Bewährtes bewahren, ohne stehenzubleiben, und Neues ermöglichen, ohne das Fundament aus den Augen zu verlieren.
Dabei wollen wir uns auf das konzentrieren, was wir als Vorort tatsächlich leisten können: erreichbar sein, zuhören, vermitteln und anpacken. Wir wollen Informationen bündeln, den Austausch zwischen den Verbindungen erleichtern und dort Verantwortung übernehmen, wo sie uns als Vorort zukommt. Nicht alles muss neu erfunden werden. Vieles ist bereits da und muss nur genutzt, verbunden und mit Leben gefüllt werden.
Unser Vorortsjahr soll deshalb kein Jahr des großen Umbruchs werden, sondern ein Jahr des gemeinsamen Aufbruchs: aufeinander zu, miteinander und füreinander.
Wir, die K.St.V Markomannia und ihre Vorortschargia 2026/27 aus Münster, freuen uns darauf, dieses Jahr gemeinsam mit Euch zu gestalten. Wir freuen uns über jeden Austausch und übernehmen gerne Verantwortung für unseren KV.




