Dem Tod sah er ruhig und gefasst entgegen

Max Ulrich Graf von Drechsel (Rh-B) schloss sich dem Widerstandskreis um Claus Schenk Graf von Stauffenberg an - Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wurde er verhaftet, zum Tod verurteilt und im September 1944 in Berlin-Plötzensee gehängt.

Max Ulrich Graf von Drechsel war in seinem Studium bei Rheno-Bavaria in München aktiv. Als Offizier im Krieg wurde er von Ludwig Freiherr von Leonrod im Juni 1944 in die Pläne des Grafen Claus Schenk Graf von Stauffenberg eingeweiht, kurz vor dem Attentatsversuch vom 20. Juli 1944 war er als Verbindungsmann für den Wehrkreis VII - München - vorgesehen. Da die Gestapo schon sehr bald diese Liste fand, wurde Drechsel am 12. August 1944 verhaftet, vom Volksgerichtshof am 3. September zum Tod verurteilt und tags darauf in der Hinrichtungsstätte Plötzensee gehängt.

Max Ulrich Graf von Drechsel wurde am 4. Oktober 1911 geboren und wuchs zusammen mit vier Geschwistern auf Schloss Karlstein bei Regensburg auf. Wie er in seinem Abschiedsbrief aus dem Berliner Gefängnis vom 3. September 1944 schrieb, verbrachte er dort eine harmonische und glückliche Kindheit. Die frommen Eltern wie auch die übrige Familie waren den nationalsozialistischen Zeittendenzen gegenüber negativ eingestellt. Seine schulische Ausbildung erhielt Drechsel in den von Benediktinern geführten Gymnasien zu Metten und Augsburg. Nach dem Abitur 1930 wandte sich der stets lebensfrohe Student den Rechts- und Staatswissenschaften zu und studierte diese in München, Paris, Innsbruck und Erlangen. In München schloss er sich der Rheno-Bavaria an.

Unter Gesinnungsdruck

Nach seinem im Juli 1933 in Erlangen bestandenen ersten Staatsexamen übte Drechsel in Regenstauf bei Regensburg seine erste Tätigkeit als Referendar am Amtsgericht aus. Bereits hier zeigte sich seine kritische Einstellung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime, sodass er sich veranlasst sah, ein Jahr später seine Ausbildung abzubrechen, um sich den politischen Entwicklungen gegenüber größere Freiheit zu bewahren. Aus diesem Grund trat er, wie es damals häufig auch andere Gerichtsreferendare zu machen pflegten, der im Aufbau begriffenen Wehrmacht bei. Es war ihm so leichter, den politischen Vorgängen gegenüber unabhängig zu sein. Außerdem entsprach die Bewerbung um einen Offiziersposten der Tradition des Adels und gewährleistete noch am ehesten die Möglichkeit, nach seiner religiösen Überzeugung zu leben und einem Gesinnungsdruck weniger ausgesetzt zu sein.(....)

Bei Kriegsbeginn 1939 stand der junge Graf als Oberleutnant einer Batterie vor, welche er bis zu seiner Verwundung im November 1941 führte. Hier zeichnete ihn großes Gerechtigkeitsempfinden aus, was ihm die Wertschätzung der gesamten Truppe einbrachte. Sein in schwierigen Situationen bewahrtes heiteres Wesen trug dazu nicht unwesentlich bei. Bis Mai 1940, dem Beginn des Westfeldzugs, lag er mit seiner Einheit in der Eifel und bemühte sich nach dem Einmarsch in Frankreich stets um ein wohlwollendes, von christlicher Achtung des Nächsten geprägtes Verhältnis zur französischen Zivilbevölkerung. Damals schrieb er in einem Brief: „Schade, dass wir (die Deutschen und die Franzosen) uns immer wieder durch Kriege gegenseitig schwächen.“ Es müsse doch gelingen, „dass die Kräfte, die nutzlos verpufft werden, wesentlich nutzbringender verwendet werden könnten.“ (...) Im Herbst 1941 wurden er und seine Einheit nach Afrika verlegt, wobei er sich beim ersten schweren Gefecht in der Nähe von Tobruk in Libyen die oben erwähnte Verwundung zuzog. Durch eine Maschinengewehrgarbe, welche ein englischer Panzer abfeuerte, wurde Drechsel am Bein getroffen. Dabei wurde ihm die Wade aufgerissen, so dass ein weiterer Einsatz an der Front nicht mehr möglich war. Nach längerem Lazarettaufenthalt in Wien 1942 wurde er einem rumänischen Artillerieregiment zugeteilt. Zwischenzeitlich war die Beförderung zum Hauptmann erfolgt.

Überlegungen, den Diktator zu beseitigen

Im Sommer 1943 sah sich Drechsel zu einem erneuten Lazarettaufenthalt gezwungen. Während dieser Behandlung ergab sich eine Begegnung mit dem damaligen Leiter der Annahmestelle für Offiziersbewerber, Major Ludwig Freiherr von Leonrod. Ihm war es zuzuschreiben, dass Drechsel nach München versetzt wurde, wo er in dessen Abteilung mitarbeiten konnte. Freiherr von Leonrod war seinerseits Regimentskamerad des Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die inzwischen immer stärker einsetzenden Bombardierungen deutscher Städte, die Niederlage von Stalingrad, die bekannt gewordenen Verbrechen nationalsozialistischer Organisationen sowie die am 22. Februar 1943 erfolgte Hinrichtung der Geschwister Scholl erschütterten in vielen, vor allem in führenden Persönlichkeiten des Militärs, das Vertrauen in Hitler und das nationalsozialistische Regime. Der Gedanke an eine gewaltsame Beendigung der Terrorherrschaft Hitlers lag nahe.

Vom 11. bis 13. Juli 1944 hatten unzählige Geschwader bombardierender Kampfflugzeuge die Stadt München in Schutt und Asche gelegt. Auch Drechsels Dienststelle wurde getroffen und zerstört. Diese Umstände führten dazu, dass sich der sonst so lebensfrohe Graf, wie aus Briefen der damaligen Zeit hervorgeht, schwere Sorgen um Bestand und Wohlergehen des Vaterlands machte. Auch Major Leonrod stellte sich die Frage nach der Berechtigung des nationalsozialistischen Terrors und zweifelte an Hitlers Führerqualitäten. Er hielt diese Frage und die Möglichkeit einer gewaltsamen Beendigung der Hitler-Diktatur für so entscheidend, dass er sie mit seinem Beichtvater, Kaplan Hermann Joseph Wehrle, erörterte. Leonrod hatte auch seinen Freund Drechsel mit seinen Plänen vertraut gemacht. Beide waren sich gesinnungsmäßig nahe.

So schlossen sie sich schließlich dem Kreis um Stauffenberg an, den Drechsel zudem während eines erneuten Lazarettaufenthalts, im Frühjahr 1944 persönlich kennengelernt hatte. Dass das Unternehmen absolute Geheimhaltung verlangte, war allen von Anfang an klar. Drechsel hat darüber niemals im Kreis seiner Angehörigen gesprochen. Kein Mitglied der Familie hatte er aus Gründen der Sicherheit in das Vorhaben eingeweiht. Wie Dr. Carl-August Graf von Drechsel in seinen Erinnerungen an seinen Sohn festhielt, habe dieser lediglich einer Cousine gegenüber die Bemerkung geäußert, er sei „auf ein Stichwort verpflichtet, in Deutschland eine Veränderung herbeizuführen“.

Als Verbindungsoffizier vorgesehen

Die Mitglieder des aktiven Widerstandes hatten sich darauf geeinigt, nach Gelingen des für den 20. Juli 1944 geplanten Bombenattentats auf Hitler sofort den militärischen Ausnahmezustand zu ver- hängen. Um dies durchsetzen zu können, war es freilich notwendig, dass die Befehlshaber der einzelnen Wehrkreise den Ausnahmezustand ausführten. Die erforderliche Geheimhaltung des Vorhabens machte es aber unmöglich, sich vorher über die Bereitschaft der Befehlshaber zu vergewissern.

Man behalf sich schließlich damit, zu jedem Befehlshaber der Wehrkreise einen Verbindungsoffizier zu entsenden, welcher Gefährdungen des Attentats sofort melden sollte. Als Verbindungsoffizier des Münchner Wehrkreises VII fungierte zuerst Freiherr von Leonrod, nach ihm Drechsel. Dieser Umstand brachte es mit sich, dass Drechsel nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 bereits Mitte August 1944 verhaftet und nach Berlin gebracht wurde. Sein Name als Verbindungsoffizier war durch die am 20. Juli herausgegebenen Telegramme der Staatspolizei bekannt geworden.

Am 4. September 1944 wurde Drechsel vom Volksgerichtshof wegen Hoch- und Landesverrats unter Ehrverlust zum Tod durch Erhängen verurteilt. Das Urteil wurde noch am selben Tag im Gefängnis Berlin-Plötzensee vollstreckt. Wie bei den anderen Opfern des 20. Juli wurde seine Leiche verbrannt und die Asche auf den Wiesen der Berliner Abwasserversorgung in alle Winde verstreut. Jeglicher Rechtsbestand und jeder geistliche Trost wurden ihm von den Nazi-Schergen verwehrt. Ein Zeuge, der Drechsel in den letzten Tagen noch sehen konnte, berichtet, dass ihn seine Verhaftung keineswegs mutlos gemacht oder niedergeschlagen habe. Vielmehr strahlte er tiefen Frieden aus. Die beiden Abschiedsbriefe vom 3. und 4. September 1944 zeigen einen Menschen, der ganz und gar im Einklang mit seinem Gewissen stand und der von der Redlichkeit seines Tuns überzeugt war.

Ungebrochenes Gottvertrauen

Innerlich völlig gelöst, mit sich und seinen Anklägern ausgesöhnt, wendet sich Drechsel an seine Allerliebsten. Kein Wort der Klage, sondern Dankbarkeit für die von den Eltern empfangenen Gaben, Vertrauen auf Gott als gerechten Richter und das Beispiel christlichen Starkmuts finden wir in diesen Briefen. So schreibt Drechsel am 3. September 1944 an seine Eltern: „Morgen findet meine Verhandlung statt; ich sehe dem Tod ruhig und gefasst entgegen. Eine große Gnade war es für mich, diese lange Vorbereitungszeit von drei Wochen zu haben, während der ich im Gebet viel Trost, Stärkung und Erleuchtung erfahren habe. Der liebe Gott hat mir oft wunderbar geholfen. Ich bin ihm viel näher gekommen, und er hat mir namentlich die Gnade geschenkt, ihn recht von Herzen lieben zu lernen.(...) Ich habe ja ein so schönes Leben gehabt! (...) Überhaupt dürft ihr nicht glauben, dass ich meinen Humor verloren habe. Wie gesagt, ich habe es im Leben schön gehabt, jetzt freue ich mich auf den Himmel, ich habe das feste Gottvertrauen, dass ich hineinkomme. Hoffentlich dauert das Fegefeuer nicht zu lange. Ihr werdet mir schon helfen! Wen wird man da alles wiedersehen! (...) Aber man weiß ja gar nicht, wie alles werden wird; aber sicher sehr, sehr schön. Oft habe ich solche Sehnsucht danach und freue mich wirklich darauf! (...) Nun flehe ich um Gnade, einen Priester und die Sterbesakramente zu bekommen. Wenn nicht, so weiß ich als Katholik ja, was ich zu tun habe und habe es ja auch schon wiederholt getan. Seid nicht traurig: auf Wiedersehen im Himmel!“

Drechsel war ein gläubiger Katholik, dies wird besonders aus seinen Abschiedsbriefen deutlich. Seine katholische Überzeugung verlieh ihm die Maßstäbe seines Handelns und seines sittlichen Bewusstseins. Nur in diesem Bewusstsein konnte er letztlich vor seinem Gewissen die Mitwirkung an der unter dem Kennwort „Walküre“ geplanten Erhebung gegen Hitler verantworten.

Im letzten aus seiner Hand stammenden Brief, der das Datum vom 4. September 1944 trägt, schreibt er, den sicheren Tod vor Augen, an seine Eltern: „Ach ich vergesse schon alles Irdische und sehe schon Gott vor mir, wie er liebreich die Arme ausbreitet, um mich aufzunehmen. Er hat mir die Gnade der vollkommenen Reue gegeben. Voll Vertrauen zu ihm, dem allgütigen Richter, trete ich nun den Weg an. Möge er Euch allezeit beschirmen und Euch Euer wahrhaft christliches Leben, mit dem Ihr Euren Kindern das Wichtigste und Schönste fürs Leben als Vorbilder vorgelebt habt, auf Erden und im Himmel vergelten. Es sei Euch ein friedlicher Lebensabend beschieden, ein gutes Sterben und dann die ewige Glückseligkeit. Dort werden wir uns dann nach Gottes Willen wiedersehen.“

„Ihr Sohn, Hauptmann Graf Drechsel, ist verhaftet!“

Die Familie auf Schloss Karlstein hatte nichts vom Schicksal ihres Sohnes erfahren. Drechsel war noch Anfang August 1944 in der Heimat gewesen. Am 6. August kehrte Drechsel wieder aus seinem Sommerurlaub nach München zurück. Hier wurde er wenige Tage später verhaftet und nach Berlin gebracht. Eine Hausdurchsuchung des Familiensitzes auf Schloss Karlstein durch Beamte der Geheimen Staatspolizei schloss sich am 21. August an. Nachdem sich Carl-August Graf von Drechsel bei den Beamten über die Notwendigkeit der Durchsuchung erkundigt hatte, erhielt er die kurze Antwort: „Ihr Sohn, Hauptmann Graf Drechsel, ist verhaftet; weitere Auskunft können wir nicht erteilen.“ Dies ließ nichts Gutes erhoffen.

Der Vater beschloss, nach München zu reisen. Die Fahrt brachte ihm keine Klärung. Schließlich gab ihm die Geheime Staatspolizei in Regensburg den Rat, sich direkt nach Berlin zu wenden. Dort erfuhren die Eltern, dass Drechsel bis zum 2. September im Gefängnis Berlin-Moabit eingesperrt gewesen war. Als der evangelische Gefängnispfarrer die besorgten Eltern vergebens von einer Nazi-Dienststelle zur anderen eilen sah, sagte er ihnen im Vertrauen, sie sollten sich in seiner Wohnung einfinden. Hier eröffnete ihnen der Geistliche das Schicksal ihres Sohnes mit folgenden Worten: „Es ist zwar noch ein Dienstgeheimnis, aber ich kann es nicht mehr länger mit ansehen, dass die alten Eltern tagelang von Stelle zu Stelle eilen und vergeblich nach ihrem Sohn suchen. Ihr Sohn hat schon am 4. September ausgelitten“.

Mit der Auflage strengster Schweigepflicht erhielten die Eltern am Nachmittag desselben Tages durch den Rechtsanwalt die gleiche Bestätigung. Einen Urteilsspruch erhielten die Eltern nie. Die am 14. September nach Karlstein zurückgekehrten Eltern erwartete die Sterbeurkunde ihres Sohnes, ausgestellt vom Standesamt Charlottenburg, allerdings ohne Angabe der Sterbeursache. Aus diesem Grund konnte die Familie in der Todesanzeige nur in kurzer und allgemeiner Weise den Tod des jungen Hauptmanns bekanntgeben. Der Familie war niemals ein Urteilsspruch über Drechsel zugegangen. Am 23. September wurde für den Ermordeten unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ein Requiem gefeiert.

Der von Drechsel in seiner Todeszelle eigenhändig verfasste Abschiedsbrief an seine Eltern kam erst zu Beginn des Jahres 1945 auf Schloss Karlstein an. Das unerschütterliche Gerechtigkeitsempfinden Drechsels und seine Heimatliebe hatten ihn bewogen, das Unternehmen der gewaltsamen Beseitigung Hitlers zu unterstützen. Seine Cousine Bri Hennet hatte auf den grausam Ermordeten ein Gedicht verfasst, welches uns Leben und Handeln des jungen Drechsel deuten und verstehen hilft:

„Wo andere klagend steh´n hast Du gehandelt, und was Dich rief hat Dich zutiefst verwandelt... Wachs sind wir alle in des Meisters Händen, Dein letzter Weg erst scheint Dich zu vollenden
Und prägt Dein Antlitz für die Ewigkeit.
"

Der Kartellverband katholischer deutscher Studentenverbände reiht Drechsel in die Reihe der „Blutzeugen des KV“ ein.

Georg Franz X. Schwager

Der Text ist entnommen dem zweibändigen Werk „Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“, herausgegeben  von Prälat Professor Dr. Helmut Moll im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, 7. überarbeitete und aktualisierte Auflage 2019. Wir veröffentlichen ihn, etwas ergänzt und bearbeitet, mit freundlicher Genehmigung des Verlags Ferdinand Schöningh, Paderborn.
 

Max Ulrich Graf von Drechsel

„Mit vier Geschwistern wuchs Max Ulrich Graf von Drechsel auf dem elterlichen Besitz, Schloss Karlstein bei Regensburg auf. Bei den Benediktinern in Metten und Augsburg ging er zur Schule. Nach dem Abitur 1930 studierte er in München Jura und wurdedort Mitglied der Rheno-Bavaria. Im Juli 1933 bestand Drechsel in Erlangen sein Erstes Staatsexamen. Dort lernte er Claus Graf Schenk von Stauffenberg kennen.

Erste Zweifel gegenüber dem Nationalsozialismus erfassten den jungen Referendar während seiner Tätigkeit am Amtsgericht Regenstauf. 1934 nahm er Abschied von der juristischen Laufbahn, um sich von den „politischen Vorgängen distanzieren zu können“ und trat als Offiziersanwärter ins Heer ein. Im Krieg wurde er im Frankreichfeldzug eingesetzt. Bei den Wüstenkämpfen um Tobruk im heutigen Libyen wurde er schwer verwundet und darauf in den Heimatdienst entlassen. Ab Juni 1943 nahm er bei der Annahmestelle für Offiziersbewerber in München eine neue Tätigkeit ein und kam über Graf Stauffenberg in die militärische Widerstandsbewegung.

Bald nach dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde der Hauptmann Graf Drechsel als „Mittäter des Aufstands“ verhaftet. Am 4. September 1944 musste Drechsel sich vor dem Volksgerichtshof verantworten. Wegen Landesverrats wurde er mit „Ehrverlust“ und dem Tod bestraft. Noch am selben Tag wurde in Plötzensee das Urteil vollstreckt. (...)

Im März 1945 erhielten die Eltern Drechsels seinen Abschiedsbrief vom 4. September 1944, in dem er sie aufforderte: „Fröhlich sollt Ihr mit den Menschen und mit meinen Freunden über mich sprechen, dann werde ich gern, gern geistig bei Euch sein, der ich im Leben stets froh war.“

in: Biographisches Lexikon des KV, 3. Teil, S. 29f. Drechsel, Max Ulrich Graf von, Verf. Michael F. Feldkamp