Am 26. Oktober 2020 verstarb Kb Pfarrer em. Lambert Brimmers (Rh-I) im 92. Jahr seines Lebens und im 65. Jahr seines Priestertums

Heimgekehrt in das Geheimnis des Lebens

Am 26. Oktober 2020 starb Kb Lambert Brimmers; wenige Wochen zuvor, am 12. September, beging er seinen 92. Geburtstag. Er war geboren im Zentrum des niederrheinischen Blumen-Anbaugebiets, in Straelen. Kirchlich gehört diese linksrheinische Gegend zum Bistum Münster. 1955 wurde Lambert Brimmers in St. Lamberti zu Münster zum Priester geweiht und war dann Kaplan in Kleve und Emmerich, Rektor in Emmerich, dann Pfarrer und ab 1973 Leiter des Pfarrverbandes Emmerich-Elten.
Er verbrachte seinen Lebensabend in Kleve.
Lambert Brimmers war der erste Pfarrer an der 1966 geweihten avantgardistischen Heilig-Geist-Kirche in Emmerich, der sogenannten Schrottkirche. Sie ist inzwischen weit über den Niederrhein hinaus bekannt: Der Altar-Raum wird beherrscht von einem sieben Meter hohen und neun Meter breiten Kreuz, zusammengesetzt aus Schrott.
Ein „schönes“ Kreuz konnte der Künstler, Waldemar Kuhn, nach der Erfahrung des Krieges nicht machen; die Stadt Emmerich wurde durch Bombenangriffe am 7. Oktober 1944 zu 97 Prozent zerstört.
Theologisch erinnert das Kreuz von Emmerich daran, dass Nachfolge Christi immer auch leidvolle Kreuzesnachfolge ist.
Lambert Brimmers, dessen älterer Bruder Severin Bonner Rheno-Borusse war, studierte in Münster und Innsbruck Theologie und trat während seiner Freisemester 1952/53 bei Rhenania-Innsbruck ein. Sein Münsteraner Bischof, Michael Keller (1896 - 1961), gehörte der Rhenania, die sich als Verbindung deutscher Studenten in Österreich verstand, ebenfalls an. Lambert Brimmers’ Wirken für die Korporation scheint, soweit sich dies durch einen Nicht-Rhenanen erschließen lässt, von ähnlicher Bedeutung gewesen zu sein wie das Wirken seiner Altersgenossen Bernd Helling, Wolfgang Kamper und Hans-Werner Schlag. Es bleibe nicht unerwähnt, dass Lambert Brimmers auch als B-Philister bei Ravensberg-Münster geführt wurde (1954 – 71).
„Unzähligen Besuchern suchte er das Geheimnis von Tod und Aufer-stehung Jesu lebensnah und berührend zu verkünden“, hieß es im Nachruf des Kreisdekanats Kleve. „Er brachte damit zum Ausdruck, woraus er lebte und woran er selbst glaubte: an die liebende Zuwendung und Nähe Gottes zu allen Menschen. Nun ist er selbst in dieses Geheimnis des Lebens heimgegangen.“
Kb Pfarrer Brimmers‘ Grab befindet sich auf dem Friedhof in Emmerich (Eingang Friedensstraße).

Koss