Homeoffice und Kontaktsperren gesund überstehen
In Zeiten von Lockdown und Ausgangsbeschränkungen warnen Sport- und Bewegungsmediziner vor den gesundheitlichen Folgen von Kontaktsperren und Homeoffice infolge der Corona-Pandemie. Es müsse unbedingt vermieden werden, dass sich die Menschen zu wenig bewegten, zu viel säßen, zu viel Alkohol tränken und sich ungesund ernährten, sagten die Medizinprofessoren Rüdiger Reer und Herbert Löllgen vor einiger Zeit gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Prof. Herbert Löllgen, früher Mitglied der Arminia-Bonn, warnte dabei eindringlich vor übermäßigem Sitzen: Bis zwei Stunden könne dies der Körper verkraften, „nach vier Stunden wird es kritisch.“
Jede halbe Stunde solle man einmal aufstehen. Gut seien Turnübungen, ebenso Treppensteigen und Sport im Freien. Bedenklich stimme, dass Radfahrten zur Arbeit wegfielen. „Denn wer täglich Rad fährt, ist deutlich fitter und hat deutlich bessere medizinische Werte als andere“, sagte Professor Löllgen. Auch befürchte er „eine Steigerung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Leiden wegen des Homeoffice“. Jeder müsse sich selbst kontrollieren, etwa bei Gewichtszunahmen. Der Body-Mass-Index sollte unter 25 bleiben. Auch empfehle sich eine Umstellung der Ernährung: Mehr Obst und Gemüse müssten auf den Esstisch, weniger Fett und Kohlehydrate und nur einmal in der Woche Fleisch.