Freund der Heimat mit viel Humor
Kb Ferdinand Cloppenburg (Als) ist im April 90 geworden
Ferdinand Cloppenburg (Als) konnte im April seinen neunzigsten Geburtstag feiern. Der gebürtige Friesoyther legte 1950 sein Abitur ab. Danach studierte er Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität zu Köln. Dort schloss er sich auch dem KStV Alsatia an. Nach der ersten juristischen Staatsprüfung 1953 in Oldenburg folgte nach dreineinhalbjähriger Referendarszeit die zweite juristische Staatsprüfung in Hannover. 1957 wurde er in den höheren Justizdienst des Landes Niedersachsen übernommen. Als Generalstaatsanwalt in Oldenburg wurde er 1996 in den Ruhestand verabschiedet.
Die Nordwestzeitung (NWZ) beschrieb Kb Ferdinand Cloppenburg zu seinem 85. Geburtstag als „Mann der ruhigen, aber durchaus klaren Worte“. Ein feiner Humor sei ihm eigen, auch sei er „ein großer Freund der Heimat und der Menschen, die hier leben“. In Politik, Kirche und Bildung engagierte er sich in vielen Vereinen und Institutionen. So war er von 1972 bis 1984 ehrenamtlicher Bürgermeister von Friesoythe, der ältesten Stadt im Landkreis Cloppenburg und flächengrößter im ganzen Oldenburger Münsterland. In diese Zeit fiel die Gebietsreform 1974, die von ihm als Juristen Geschick und Diplomatie abverlangte.
Viele Ehrentitel zeigen, wie sehr Kb Cloppenburgs Einsatz geschätzt wurde. So ist er Ehrenvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenenbildung im Offizialatsbezirk Olden- burg, der katholischen Erwachsenenbildung im Land Niedersachsen, des katholischen Bildungswerkes Friesoythe, und der Volkshochschule des Landkreises Cloppenburg. Zudem ist Ferdinand Cloppenburg Ehrenmitglied der Oldenburgischen Landschaft. Intensiv befasste er sich mit der Geschichte seiner Heimatstadt Friesoythe. So schrieb er die Bücher „Das Friesoyther Schützenfest – gestern und heute“ (1987), „125 Jahre Dienst am Menschen, Beiträge zur Geschichte des Krankenhauses St. Marien-Stift Friesoythe“ (1992) und „Die Stadt Friesoythe im 20. Jahrhundert“ (2003).
1989 verlieh ihm der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht das Verdienstkreuz erster Klasse des niedersächsischen Verdienstordens. Papst Benedikt XVI. zeichnete den Friesoyther 2006 mit dem päpstlichen Silvesterorden aus. Ein Jahr später ernannte ihn der Stadtrat zum Ehrenbürger der Stadt Friesoythe. Der Ehe mit Ehefrau Irmgard entstammen vier Kinder, die ihn wiederum mit vielen Enkeln erfreuen.
RN/PD

