Hans-Maier-Bibliothek in München eröffnet
Tausendsiebenhundert Bücher hat die Historikern Jasmin Dorfer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Monumenta Germaniae Historica (MGH), geordnet, katalogisiert, mit Signaturen versehen und im ersten Stock des Schlosses Suresnes auf dem Gelände der Katholischen Akademie Bayern aufgestellt, wo sie auch benutzt werden können. Die Bücher stammen aus vielen Wissensgebieten und bilden einen Gutteil der Privatbibliothek von Kb Hans Maier (E M d Arm), die der ehemalige bayerische Kultusminister, frühere Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken und emeritierte Professor für Politikwissenschaft der Katholischen Akademie Bayern gestiftet hat. Weggefährten und Freunde fanden sich Mitte Juli zur Einweihung der Hans-Maier-Bibliothek ein.
Mit der Katholischen Akademie in Bayern verbindet Kb Hans Maier viel. Exakt 67 Mal referierte er dort. Er ist damit, so eine Pressemeldung der Katholischen Akademie Bayern, „der Wissenschaftler, Politiker, Intellektuelle und engagierte Katholik, der mit Abstand am häufigsten in unserem Haus am Rednerpult stand”. Durch die Stiftung eines Gutteils seiner Privatbibliothek sei die Verbindung zwischen dem ehemaligen bayerischen Kultusminister und ZdK-Präsidenten und der Katholischen Akademie in Bayern noch enger geworden. Akademiedirektor Dr. Achim Budde sparte zur Eröffnung denn auch nicht mit Lob für den Neunzigjährigen. Hans Maier sei einer der besten Freunde und engagiertesten Förderer der Akademie, es sei eine Ehre, seine mehr als 1700 Bücher aus vielen Wissensgebieten im Schloss zu beherbergen.
Auch Hans Maier hob die Bedeutung der Katholischen Akademie in Bayern für sein Leben hervor und bezeichnete sie neben der Universität und der Akademie für Politische Bildung in Tutzing als seine „dritte Lehrkanzel”. Und zu der nach ihm benannten Bibliothek sagte der Gelehrte: „Das ist natürlich eine Auszeichnung. Es kann einem gar nichts Besseres widerfahren.”
Katholische Akademie Bayern