Die Welt im Strudel der Verschwörungstheorien

Das Wort „Verschwörungstheorie“ ist in aller Munde - gerade jetzt, in der Corona-Pandemie. Aber Verschwörungstheorien gibt es natürlich nicht erst seit Corona. Von der Ermordung Kennedys und 9/11 bis zu den US-Wahlen begleiten jeden öffentlichen Diskurs Behauptungen und Theorien, die die „offiziellen“ Versionen und Erklärungen in Frage stellen und hinter den Ereignissen Komplotte wittern. Es ist wichtig, sich mit dem Phänomen „Verschwörungstheorie” zu befassen, denn es birgt enormes gesellschaftsspaltendes, demokratiegefährdendes Potenzial.

Die Verschwörungstheorien, die an Corona festgemacht werden, sind exemplarisch für die ganze Gattung. So wird behauptet, Corona sei keine Pandemie, sondern eine „Plandemie“, geplant von Eliten, mit der Absicht, eine „neue Weltordnung“ zu etablieren, in der die (jüdische) Hochfinanz, Bill Gates, das Weltwirtschaftsforum, die Pharmaindustrie („Pharmalobby“) und andere finstere Mächte die Hände im Spiel haben, unterstützt von willfährigen Regierungen, einer gekauften Wissenschaft und den „Mainstream-Medien“. Ziel der Verschwörung sei, die Weltbevölkerung zu versklaven und sie ihrer Grundrechte zu berauben, um eine neue Weltordnung und eine von der Pharmalobby kontrollierte Gesundheitsdiktatur zu installieren, die Weltbevölkerung durch die Impf-„Giftspritze“ zu dezimieren, zu genmanipulieren, ihr Chips einzupflanzen oder Frauen unfruchtbar zu machen.

Einige behaupten, es gebe gar kein Corona-Virus und das Ganze sei bloß ein großer Betrug, andere meinen, das Virus sei bewusst in die Welt gesetzt worden. Und selbst wenn Bestandteile  der Erzählung von einer angeblichen Corona-Verschwörung sich widersprechen oder gegenseitig ausschließen, so ergibt das Ganze doch für den querdenkenden Geist einen Gesamtsinn: „Wir werden von ihnen betrogen. Wir sind Opfer mächtiger Eliten. Und wir müssen den Betrug aufdecken und um der Freiheit willen die träge, gehorsame und schlafende Menge aufwecken und retten.”

Vermeintliche Verschwörungen

Nachfolgend ein kleines Panorama vermeintlicher Verschwörungen: Seit langem sind die Vereinigten Staaten ein tief gespaltenes Land mit einer langen Tradition verschwörungstheoretischen Denkens.(1) Donald Trump gelang es etwa, trotz aller Niederlagen vor Gerichten und fehlender Beweise, viele Menschen, darunter die ihm gläubige Mehrheit der Wähler seiner eigenen Partei, davon zu überzeugen, die Wahl in den USA sei ihm - „uns“ - gestohlen worden. Trump selbst begnügt sich damit, dies repetitiv zu behaupten. Die dazugehörigen Theorien liefern seine Anhänger, die behaupten, all das sei das Werk eines Komplotts der demokratischen Partei, des Washingtoner Establishments, ausländischer Mächte und willfähriger Briefwahlmaschinen-Hersteller, um ihn aus dem Amt zu entfernen.

Auch über die Flüchtlingskrise von 2015-2016 kursierten Verschwörungstheorien, die in der Aufnahme geflüchteter Menschen in Deutschland keinen Akt der Nächstenliebe sahen, sondern ein bewusstes Handeln der Eliten mit dem Ziel einer gezielten biologischen „Umvolkung“ unseres Landes.

Als jüngste Verschwörungstheorie begegnete uns die kürzlich in verschie-denen Telegram-Kanälen (u.a. bei Attila Hildmann und Michael Wendler) veröffentlichte Behauptung, durch  Chemtrails manipuliertes Wetter sei Ursache der Flutkatastrophe im Ahrtal, um die grüne Agenda einer neuen Klimapolitik vorwärtszubringen. All diese Theorien aufzuführen wäre, wenn es nicht so gefährlich wäre, ein belustigendes, bizarres Panorama des Deliriums und des Irrsinns, aber würde zu weit führen.(4)

Man könnte das Ganze für ein Randphänomen halten, wenn Verschwörungstheorien nicht durch Internet, Youtube und soziale Medien eine enorme Reichweitensteigerung erfahren hätten. Verschwörungstheorien sind tief in die gesellschaftliche Mitte eingedrungen und ein Indiz dafür, dass gesellschaftliche Konsense bröckeln und wir angesichts der Veränderungen einer globalen und beschleunigten Welt in einer Zeit der Verunsicherung und der demokratischen Vertrauenskrise leben.    

Doch wie funktionieren Verschwörungstheorien? Was haben sie gemeinsam? Warum fallen sie auf fruchtbaren Boden? Und: Wie kann man Distanz zu ihnen gewinnen und wie sollte man ihnen begegnen?

Das Wort „Verschwörungstheorie“

Das Wort „Verschwörungstheorie“ wurde in Deutschland 1958 durch den Philosophen Sir Karl Popper in seinem Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ geprägt. Eine Verschwörungstheorie wird nach Popper dadurch gekennzeichnet, dass sich in ihr negative Ereignisse nicht zufällig ereignen können - im Gegenteil: stets stecke ein Plan dahinter, den verborgene Kräfte entworfen haben.

Ein neu zu beobachtendes, gefährliches Phänomen beschreiben Muirhead und Rosenblum als „New Conspiracism“. Es handelt sich hierbei um eine Verschwörungsanklage ohne Verschwörungstheorie-Anspruch, bei der unbelegte Behauptungen ständig wiederholt werden, etwa: „Die Wahl ist gestohlen!“ oder „Fake News!“ Diese werden dann millionenfach im Internet geteilt (retweetet) und erzeugen dadurch eine eigene geglaubte Wirklichkeit. „A lot of people are saying…” - mithilfe dieser rhetorischen Technik säte Donald Trump bei seinen Anhängern tiefes Misstrauen in die demokratischen Verfahren und Institutionen.(5)

Reale Verschwörungen und fiktionale Verschwörungstheorien

Popper leugnet nicht, dass es in der Geschichte Verschwörungen und Vertuschungen - Cover Ups - (auch von Seiten staatlicher Institutionen) gegeben hat und bis heute gibt, doch diese sind meist begrenzt und werden bekannt, weil sie entweder erfolgreich sind, aufgedeckt werden und scheitern oder einer der Beteiligten redet. Der Mord an Julius Cäsar war Produkt einer Verschwörung römischer Senatoren. Komplotte zum Sturz von Monarchen, Regierungen oder zur Verschleierung von Skandalen gehören zum politischen Geschäft und kaum eine größere Firma oder Behörde kommt ohne größere oder kleinere  Intrigen gegen unbeliebte Kollegen und Chefs aus.

Dennoch sind die Unterschiede zwischen realen Verschwörungen und Verschwörungstheorien offensichtlich: Anders als reale Verschwörungen basiert die Beweisführung von Verschwörungstheorien auf Konjekturen und ist spekulativ. Vor allem aber setzen Ver- schwörungstheorien ein bestimmtes Weltbild voraus, das die Welt streng dualistisch in Gut und Böse, in das „Wir“ und in „Sie“ einteilt. Fast immer besteht auch eine propagandistische Absicht zur Stabilisierung dieses Weltbilds. In ihnen sind „Sie“ verborgen, mächtig und teilen die Faszination des Bösen. Eine echte Verschwörungstheorie bleibt immer diffus. Sie kann aufgrund ihrer spekulativen Beweisführung mit rationalen Mitteln nie bewiesen werden, auch wenn angebliche „Beweise“ oder „Enthüllungen“ der geheimen Pläne vorgelegt werden.(6)

Tatsächlich leben Verschwörungstheoretiker in einer Wirklichkeit, die mit der Wirklichkeit der anderen kaum Verbindungen besitzt. Das Wort „Verschwörungstheorie” ist daher eigentlich irreführend. Es bezeichnet ja nicht eine wissenschaftliche Theorie, die erklären will, wie Verschwörungen sich vollziehen. Im Gegenteil, bei Verschwörungstheorien zeigt das Wort „Theorie” an, dass die behauptete Erklärung einer Verschwörung irreal sei. Daher sprechen manche lieber von Verschwörungs-Mythen, – Legenden oder sogar – Fantasien.(7)

Säkulare Nachfahren religiösen Aberglaubens

Verschwörungstheorien können komplexe Vorgänge auf einfache Zusammenhänge reduzieren, ordnen und so das scheinbar Sinnlose mit Sinn erfüllen. Sie sind ein beliebtes Mittel der Dämonisierung des politischen Gegners und der Aktivierung der eigenen Gefolgschaft. Der Verschwörungsglaube trägt viele religiöse Züge. Schon Popper beschreibt Verschwörungstheorien als säkulare Nachfahren religiösen Aberglaubens.(8) Wie Homer glaubte, dass alle irdischen Ereignisse des trojanischen Krieges durch die himmlischen Intrigen der Götter des Olymps verursacht seien, so nehmen in modernen Verschwörungstheorien den Platz der homerischen Götter nun scheinbar allmächtige innerweltliche Kräfte ein.

Religiös ist an Verschwörungstheorien, dass die Überzeugungen sich nicht durch logische oder faktische Einwände beseitigen lassen. Sie versammeln ihre Anhänger wie eine sektiererische Kirche zu einer verschworenen Gemeinschaft. Sie teilen mit dem religiösen Glauben an die göttliche Vorsehung die Annahme, dass nichts zufällig geschieht, sondern alles irgendwie „von oben“ gelenkt sei. Freilich sind ihre „Götter“ nicht außerweltlich, sondern (all-) mächtige böse Eliten.

In verschwörungsgläubigen Kreisen herrscht meist  Endzeitstimmung. Verschwörungstheoretiker sind Propheten des Untergangs. Sie beschwören z.B. den Untergang Amerikas, den totalen Staat, die Vernichtung der Menschheit und anderes mehr.

Verschwörungstheorien entsprechen einem radikal dualistischen Religions-typ.(9) Sie unterscheiden die Welt in gute und böse Mächte, Schwarz und Weiß, „Wir“ und „die anderen“. Sie unterscheiden dabei (wie in Platons Höhlengleichnis) zwischen einer Scheinwelt, in der wir angeblich gefangen seien und der verborgenen Wahrheit, die es aufzudecken gilt.(10) Und nicht zuletzt sind die meisten Verschwörungstheoretiker missionarisch unterwegs und wollen andere von ihrer Wahrheit überzeugen.  
Wie religiöse Mythen sind Verschwörungstheorien Erzählungen, gekennzeichnet durch immer wiederkehrende Erzählmuster. Der Plot ist eigentlich immer der Gleiche. Es gibt ein Ereignis, das als Krise erlebt wird, begleitet ist von Verunsicherung, Ohnmacht und dem Argwohn, ob es nicht eine tiefere, verschwiegene Dimension und Wahrheit über das Ereignete gebe. Zu solchen

Ereignissen kann jede Veränderung  eines vorhergehenden Zustands werden: ein unerwarteter Tod, ein Anschlag, eine Pandemie, aber auch die Globalisierung mit ihren umgreifenden Veränderungen der Lebenswelt.

Diese Ereignisse werden als Werk finsterer Mächte beschrieben. Eine Verschwörungstheorie fragt immer: Wer ist der Nutznießer? Wer profitiert? Was ist das Ziel? Was ist der Plan? Da es keinen Zufall und keine Kontingenz gibt, muss das ganze ja von irgendjemandem gesteuert und gelenkt sein. Die Antworten variieren zwischen einer neuen Weltordnung, dem „Great Reset“ oder dem Wahn von einer jüdischen Weltherrschaft.     

Das Personal der Verschwörungslegenden teilt sich immer in Täter- und Opfergruppen: in die Bösen, in die Gruppe ihrer willigen Helfer, in die ahnungslose Menge - und in die Guten, d.h. die  Erkennenden: die kleine auserwählte Schar derer, die sich wehren,  weil sie aufgedeckt und durchschaut haben, wie es „wirklich ist“.

Verschwörungserzählungen funktionieren wie gute Romane, Filme oder Krimis.  Sie faszinieren diejenigen, die ihnen anhängen. Sucht man lange genug hinter dem scheinbar Offensichtlichen nach den verborgenen Wahrheiten und steigert sich in diese Bewegung hinein, wird die alternative Welt immer plausibler. Zu „wissen“, was der Mainstream nicht sehen will, steigert das Selbstwertgefühl. Der Kampf zwischen mächtigen Schurken und tapferen einsamen Helden ist ein urmenschlicher Mythos. Jeder Mensch kann unter bestimmten Umständen anfällig werden für Verschwörungsmythen, wenn einmal die Saat des Misstrauens gesät ist.  

Die Komplexität einer globalisierten Welt voller Veränderungen trifft auf verunsicherte Menschen, die nach Erklärungen suchen. Daher werden Ver- schwörungstheorien nie völlig verschwinden. Sie sind durch ihre Reichweite, der leichten und freien Verfüg- barkeit alternativer „Informationen“ und „Fakten“ und der Instrumentalisierung  durch populistische Politik ein immer wichtigerer Teil unserer sozialen Wirklichkeit geworden. Ihre Reichweite nimmt zu, wenn sich Menschen immer weniger über seriöse Kanäle informieren und gegenüber „Expertenwissen“ und offiziellen Verlautbarungen misstrauisch sind.  
Wer einmal Verschwörung wittert, findet sie irgendwann überall und sieht überall böse „Eliten“ am Werk.  Dieses Weltbild ist empirie- und logikresistent.  Verschwörungsmythen gibt es überall. Aber sie zerfallen auch immer wieder. Das Problem jeder Untergangsphantasie seit der Antike ist das Ausbleiben der vorhergesagten Katastrophe. Jüngstes Beispiel wäre das 2020 von manchen bekannten Coronakritikern prophezeite Massensterben durch die genbasierte mRNA- Corona-Impfung, das ausblieb. Theorien geraten dadurch in Krisen. Man kann sie dann nur durch ständige Wiederholung am Leben erhalten und ihre Anhänger in einen Zustand der Dauererregung versetzen, der keine Zeit zum Nachdenken lässt.

Deshalb ist Prävention im Blick auf die Sensibilisierung für das dahinterstehende dualistische Weltbild geboten. Erfolg hatte etwa die Praxis, in Workshops mit Schülern und im Gespräch mit Jugendlichen Verschwörungstheorien in wiederkehrende romanhafte Erzähl-Bestandteile zu zerlegen, um den fiktionalen Charakter deutlich zu machen. Auch Quellenkritik, Methoden der Plausibilitätsprüfung von Aussagen und logisches Denken gehören stärker auf den Schulplan als bislang. Den am Bodensatz fast aller Theorien stehende Antisemitismus gilt es entschlossen zu bekämpfen.  Den negativen Mythen der Verschwörungstheorie stehen christliche Narrative von Gottvertrauen, Lebensbejahung, Versöhnung und dem Heldenmut echter Nächstenliebe in einer oft kalten, ungewissen und brutalen Welt entgegen. Diese gilt es hochzuhalten, kommt es doch darauf an, sich von  Untergangsphantasien nicht anstecken zu lassen und darauf zu hoffen, dass „das animal rationale”, also der Mensch,  immer wieder neu die Fähigkeit besitzt, auch große Krisen zu meistern.

„In ihren modernen Formen ist die Theorie ein typisches Ergebnis der Verweltlichung eines religiösen Aberglaubens. […] Die Götter sind abgeschafft. Aber ihre Stelle nehmen mächtige Männer oder Verbände ein – unheilvolle Machtgruppen, deren böse Absichten für alle Übel verantwortlich sind, unter denen wir leiden -, wie die Weisen von Zion, die Kapitalisten, die Monopolisten oder die Imperialisten.”

Karl Popper, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Band II. Falsche Propheten: Hegel, Marx und die Folgen. Tübingen 8. Auflage 2003 (Mohr Siebeck), S. 111 ff.

„Wenn die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht etwa an nichts mehr, sondern an alles!” (Gilbert Keith Chesterton)„Wenn die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht etwa an nichts mehr, sondern an alles!”

(Gilbert Keith Chesterton)

Anmerkungen

1. Hofstadter, Richard, The Paranoid Style in American Politics, New York 1967/2008,  
Butter, Michael „Nichts ist, wie es scheint“ Über Verschwörungstheorien, Frankfurt/ Main, 2020

2. Benz, Wolfgang, Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von der jüdischen
Weltverschwörung, München 2019, Byford, Jovan, Conspiracy Theories. A Critical Introduction, Basingstoke 2011, 95ff., Cohn, Norman, Die Protokolle der Weisen von Zion. Der Mythos von der jüdischen Weltverschwörung, Zürich 1998, Eco, Umberto, Verschwörungen. Eine Suche nach Mustern, München 2021, 35ff., Laqueur, Walter, Gesichter des Antisemitismus. Von den Anfängen bis heute, Berlin 2008, 109ff.

3. Das verschwörungstheoretische Klima des 19. Jh.  und die Vorgeschichte der „fiktiven Protokolle der Weisen vom Zion“ ist das Thema des Romans von Umberto Eco; Der Friedhof in Prag, München 2011. Eco hat sich ein Leben lang mit der Geschichte und Macht von Verschwörungstheorien und ihrer Faszination auseinandergesetzt. Vgl. auch ders., Das Foucaultsche Pendel, München 1989

4. Solche Bücher existieren, z.B. Wilson, Robert Anton, Das Lexikon der Verschwörungstheorien. Verschwörungen, Intrigen, Geheimbünde, München 2002, Whalen, John/Vankin, Jonathan, Das große Buch der Verschwörungen: Vom 11. September bis zu den Schwarzen Koffern, Königswinter 2013.

5. Ein klarsichtiges Buch über den „New Conspiracism" und die Standardphrase Donald Trumps „A lot of people are saying…“: Muirhead, Russell/Rosenblum, Nancy L., A Lot Of People Are Saying. The New Conspiracism and the Assault on Democracy, Princeton/Oxford 2019.

6. Vgl. Cassam, Quassim, Conspiracy Theories, Cambridge 2019. Dort arbeitet Cassam die  
Unterschiede hervorragend aus. Er interpretiert Verschwörungstheorien als Element vor allem
politischer Propaganda. 

7. Blume, Michael, Warum der Antisemitismus uns alle bedroht. Wie neue Medien alte
Verschwörungsmythen befeuern, Ostfildern 2019.

8. Popper, Karl, Die offene Gesellschaft und ihre Feinde II. Falsche Propheten, München 1958,
S. 119 ff.

9. Man kann sie nach einem spätantiken Religionstyp auch als „gnostisch“ beschreiben. 

10. Hervorragend gezeigt von Blume a,a,O. 21ff.

Weitere benutzte Literatur

Anton, Andreas/ Schink, Alan, Der Kampf um die Wahrheit. Verschwörungstheorien zwischen Fake, Fiktion und Fakten,  München 2021

Brotherton, Rob, Suspicious Minds. Why we believe Conspiracy Theories, London 2015

Hepfer, Karl, Verschwörungstheorien. Eine philosophische Kritik der Unvernunft, Bielefeld 22017

Hofstadter, Richard, The Paranoid Style in American Politics, New York 1967/2008

Horn, Eva, Die Besserwisser, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 30.5.2021, S. 37

Nocun, Katharina/Lamberty, Pia, Fake Facts. Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen, Köln 2020

Pipes, Daniel. Verschwörung. Faszination und Macht im Geheimen, München 1998

Uscinski, Joseph E. (Hg.), Conspiracy theories and the people who believe them, Oxford 2019

Wippermann, Wolfgang, Top Secret. Die großen Verschwörungstheorien und was dahinter steckt, Freiburg 2010
 

Autor: Till Hüttenberger

geb. 1967. Studium der Theologie in Wuppertal, Berlin und Rom, von 1997-2003 wiss. Mitarbeiter am Seminar für Systematische Theologie, Theologische Fakultät der Humboldt-Universität Berlin. Seit 2003 im Dienst der Ev. Kirche im Rheinland. Seit 2009 Gemeindepfarrer in Mönchengladbach