Katholische Unternehmer:
Fälle sexuellen Missbrauchs in Kirche extern aufklären
In einer Stellungnahme zur Veröffentlichung des Münchner Gutachtens hat der Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel ein klares Bekenntnis der Verantwortungsträger zu ihrer Schuld beim Umgang mit den Fällen sexuellen Missbrauchs und zu der ihrer Diözesen angemahnt. Eine grundlegende Aufklärung der Missbrauchsfälle erfordere einen unverstellten Blick von außen statt binnenkirchlicher Betrachtungen. Eine externe Bewertung der Sachverhalte könnte sowohl durch staatliche Institutionen als auch durch unabhängige Gutachter oder eigens eingerichtete, unabhängig besetzte Kommissionen erfolgen.
Der BKU, dem viele KVer angehören, fordert daher dringend, ein kirchliches Verwaltungsgericht einzurichten, das das Handeln kirchenamtlicher Stellen einer rechtlichen Überprüfung unterzieht. Dies könne helfen, die Rechte der von kirchlichem Handeln Betroffenen zu stärken. Das gelte auch in Fällen sexuellen Missbrauchs, bei der Durchsetzung von Ansprüchen auf Auskunft und Akteneinsicht oder der Abwehr von Verfahrensverschleppung.
BKU