Unterstützung für Flutopfer: KVer helfen
Zeichen gelebtes Miteinders
Als im Juli 2021 die Nachricht vom Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für große Betroffenheit sorgte, riefen viele nach rascher, wirkungsvoller Hilfe. So entstand, mitgetragen von den Philisterseniores der KStV Staufia-Straßburg zu Frankfurt am Main und KStV Rheno-Merovingia zu Bochum die Idee eines Spendenaufrufs. Bei der Suche nach einer geeigneten Spendenadresse machte Paul Pago, Sohn eines Rheno-Merovingen, auf den Spendenaufruf der Pfarrgemeinde aufmerksam, in der er ministriert. Eine Initiative, die gut zur Spendenidee von Rheno-Merovingia und Staufia passte.
Es folgten zwei Spendenaufrufe im Sommer und zu Weihnachten bei den Bundesbrüdern und Freunden des KStV Staufia-Straßburg zu Frankfurt und der Bochumer Rheno-Merovingen: Zusammen erbrachten sie 8070 Euro für Unterstützungsmaßnahmen.
Mit Hilfe dieser Spenden konnte die katholische Kirchengemeinde in Swisttal, zu der auch der Ort Odendorf gehört, den das Hochwasser der Ahr im Sommer 2021 stark getroffen hatte, dort ansässigen Bürgern helfen.
Anfang März wurde im Nachgang der Aktion vor Ort ein symbolischer Spendenscheck überreicht.
Bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung zeigte sich, dass neben Bundesbrüdern und Freunden von KStV Staufia-Straßburg und KStV Rheno-Merovingia auch Mitglieder des KStV Rheno-Borussia zu Bonn den Flutopfern geholfen hatten: mit persönlichem Einsatz und Sachleistungen.
Bei der Übergabe des Spendenschecks bekamen die Anwesenden einen Eindruck vom Ausmaß der Zerstörungen und der weiterhin nötigen Unterstützung. Trotz zwischenzeitlich erfolgter Hilfen ist auch heute noch nicht jedes Haus vom Schlamm der Fluten befreit. Beeindruckend war die Dankbarkeit und die Zuversicht der Betroffenen, mit denen man ins Gespräch kam.
Auch wenn die im Anschluss verzehrten Getränke der Situation entsprachen, jedoch nicht Comment gemäß waren, so war das kartell- und bundesbrüderliche Miteinander umso lebhafter. Die Themen reichten über bisher geleistete Hilfe bis hin zu Erlebnissen der Aktivenzeit. Einigkeit bestand darin, dass ein solches Engagement über Kartellvereine hinaus nur mit einem lebendigen KV funktioniert,
Oft wird die Sinnhaftigkeit unseres Kartellverbands diskutiert. Doch in solchen Situationen wird erlebbar, was es heißt KVer zu sein. Damit es auch künftig möglich ist, verbindungsübergreifend füreinander da zu sein und zu helfen, wo Hilfe gefordert ist, heißt es, sich in der Aktivenzeit untereinander zu besuchen, etwa bei Stiftungsfesten und Kommersen. Für uns Alte Herren heißt dieses aber auch, unseren Aktiven erlebbar zu machen, dass ein Hinausschauen über die eigene Verbindung in den KV hinein ein lebenslanges Miteinander und vertrautes Verbundensein bedeutet und hilft, den eigenen Horizont zu erweitern.
So waren sich am Ende der Spendenscheckübergabe die anwesenden Kartell- und Bundesbrüder darin einig, dass diese Spendenaktion gelebter KV war - und dass die Betroffenen weiter auf Hilfe angewiesen sind.
Andreas Schoensee (Rh-Mv, Stf)
