Nachlese zur VV 2022
Vielfältige Beschlüsse wurden auf der VV gefasst. Hier die wichtigsten Anträge, die angenommen wurden:
Jahresthema 2023
Jeden muss die politische Entwicklung der letzten Monate besorgt machen. Schon dies gibt Anlass, sich die Bedeutung einer gefestigten und freiheitlichen Demokratie wieder bewusst zu machen. Deshalb nahm die VV den Antrag an, das Jahresthema für 2023 möge lauten: „Westliche Werte unter Druck”.
Wiedereinführung Hauptausschuss
Seit 2013 fand die verpflichtende VV in einem Turnus von drei Jahren statt. In den beiden Jahren dazwischen wurden „kleine” VVen veranstaltet, die vor allem inhaltlich geprägt waren. Nach der letzten Vertreterversammlung in Freiburg 2019 wurden die „kleinen” ersatzlos gestrichen. Der Grund: Es wurde weder ein Mehrwert für die Kartellbrüder noch eine Kostenreduzierung für den Kartellverband erreicht.
In der Zwischenzeit hat sich jedoch auch gezeigt, dass die Arbeit der Gremien viel schwieriger wird, wenn eine VV nur alle drei Jahre stattfindet. Notwendige Entscheidungen, vor allem jene, die den Haushalt betreffen, können weder zeitnah noch aktuell getroffen werden. Deshalb soll ein Hauptausschuss in den Jahren zwischen dem Zusammentritt der Vertreterversammlungen deren Aufgabe übernehmen und über Angelegenheiten entscheiden, die den Altherrentag und den Aktiventag betreffen. Räumlich und zeitlich soll der Hauptausschuss parallel zum ordentlichen Aktiventag stattfinden. Zusammensetzen wird er sich aus zwölf Aktiven und zwölf Alten Herren, die jeweils von zwölf Aktivitates und zwölf Altherrenvereinen entsandt werden.
Aktivitates, die dem Hauptausschuss angehören werden:
- Albertia, München
- Ottonia, München
- Agilolfia, Regensburg
- Markomannia, Münster
- Ravensberg, Münster
- Germania, Münster
- Nibelung, Köln
- Moenania-Starkenburg, Darmstadt
- Gothia, Hannover
- Alamannia, Tübingen
- Arminia, Bonn
- Palatia, Heidelberg
Altherrenvereine, die Mitglieder im Hauptausschuss sein werden:
- Wiking, Aachen
- Egbert, Trier
- Ostmark-Beuthen, Paderborn
- Suevia, Köln
- Carolingia, Aachen
- Semnonia, Osnabrück
- Osning, Münster
- Albertia, München
- Rheinpfalz, Köln
- Frankonia-Straßburg, Frankfurt
- Urbano, Rom
- Cimbria, Münster
Ermöglichung digitaler Versammlungen
Der KV-Rat entscheidet, ob die VV, der Aktiventag, der Altherrentag und der Hauptausschuss auch ohne Anwesenheit der Vertreter am Versammlungsort stattfindet. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass die Mitgliederrechte im Wege der elektronischen Kommunikation - also zum Beispiel per Zoom - ausgeübt werden können.
Präventionsregelung
In § 64 a der Satzung wurde die Bestimmung aufgenommen, nach der die diözesanen Präventionsregelungen der Diözese Würzburg im Verband „in ihrer jeweils geltenden Fassung Anwendung” finden.
Offizielle Funktionsmailadressen
Um Ressourcen zu sparen, ist das KV-Sekretariat auf die Mailadressen der Ortszirkel, Aktiven- und Altherrenvereine angewiesen. Bisher entstehen im KV-Sekretariat erheblicher Arbeitsaufwand und Kosten, denn weder sind alle Mailadressen dem KV-Sekretariat bekannt, noch werden diese konsequent aktualisiert.
Folge: Das KV-Sekretariat muss diese Adressen ausfindig machen und per Hand nachtragen. Einheitliche Funktionsmailadressen, wie kstv[verein]@kartellverband.de würden beim KV-Sekretariat eine permanent vollständige Adressliste gewährleisten. Deshalb wurde der Antrag angenommen, offizielle Funktionsmailadressen für jeden Ortszirkel, Aktiven- und Altherrenverband einzurichten.
Erhöhung des KV-Beitrags
Zahlreiche Überlegungen von KV-Rat, Haushaltsausschuss, Kartellbrüdern und dem KV-Sekretariat haben gezeigt: Derzeit sind keine weiteren Einsparungen in signifikanter Höhe möglich, um die Mehrkosten auszugleichen, die sich wegen der Preissteigerungen und der geringeren Einnahmen aufgrund des demographischen Wandels und der signifikanten Austrittszahlen ergeben. Um Mindereinnahmen und Mehrkosten auszugleichen, wurde beschlossen, den KV-Beitrag bis 2025 auf 75 Euro, bis 2028 auf 85 Euro und danach auf hundert Euro anzuheben.


Meldeverhalten lässt zu wünschen übrig
187 neue Aktive wurden dem KV Sekretariat zwischen dem 31. März 2021 und dem 1. April 2022 gemeldet - eine kleine Steigerung gegenüber dem letzten Berichtszeitraum mit 169 neuen Mitgliedern zwischen dem 1. April 2020 und dem 31. März 2021. Doch muss man wohl davon ausgehen, dass viele neue Aktive der vergangenen Semester, bedingt durch das unverändert schlechte und immer schlechter werdende Meldeverhalten der Aktivitates im KV-Mitgliederverzeichnis noch gar nicht erfasst sind. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn die Semesterberichte vorliegen und die Aktivitates Vertreter zum Aktiventag benennen, die dem KV-Sekretariat gar nicht bekannt sind. Mittlerweile ist es Regel, dass das KV-Sekretariat Kenntnis über Neumitglieder aus Semesterprogrammen, Publikationen von Korporationen und der Meldung als Vertreter eines Kartellvereins bei der VV erlangt. Das KV-Sekretariat weist betroffene KV-Vereine, Altherrenvereine und Ortszirkel darauf hin und bittet um entsprechende Meldungen. Dies stellt inzwischen einen so hohen Arbeitsaufwand dar, der mit den Beschlüssen der VV 2019 nicht vereinbar ist.
Erfreulich, dass die Meldungen mittlerweile digital an das KV-Sekretariat übermittelt werden, leider oft nicht im gewünschten Format. Bilder oder gescannte, handschriftliche Dokumente können nicht automatisiert verarbeitet werden und müssen mühsam von Hand eingegeben werden.