Ein KVer leitet künftig das katholische Büro Bayerns
Mit Kb Dr. Matthias Belafi (Arm, Ale) steht erstmals ein Laie an der Spitze des Büros
Mit Kb Dr Matthias Belafi (Arm, Ale) wird künftig ein Mitglied unseres Verbandes das katholische Büro Bayern leiten. Angaben zufolge ist er der erste Nicht-Priester an der Spitze des Katholischen Büros, das als Schnittstelle zwischen katholischer Kirche und Politik im Freistaat Bayern gilt. Der 45-jährige bisherige Leiter des Referats „Kontakte zu Kirchen, jüdischen Kultusgemeinden und sonstigen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, Religionsverfassungsrecht” in der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei zu Düsseldorf wird vom Rhein an die Isar wechseln: Sein neues Amt soll er zum 1. März 2023 antreten.
Kb Dr. Matthias Belafi folgt in der Funktion als Leiter des Katholischen Büros Bayern auf den Münchner Prälaten Lorenz Wolf, der im März nach heftiger Kritik als Reaktion auf seine umstrittene Rolle bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Erzbistum München und Freising zurücktrat. Seitdem leitete die Juristin Bettina Nickel das Katholische Büro kommissarisch. Belafi arbeitete seit 2018 in der Düsseldorfer Staatskanzlei, davor war er über zehn Jahre lang im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn als Geschäftsführer der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen mit der bundes- und europapolitischen Positionierung der deutschen Bischöfe befasst.
Kb Dr. Matthias Belafi wurde 1977 in Ludwigshafen geboren. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der Synodalversammlung des Synodalen Wegs. Er studierte Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Neuere Geschichte an den Universitäten Bonn und München. In Bonn wurde er beim KStV Arminia aktiv. Von 2003 bis 2009 war Belafi Junior Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und absolvierte dort ein politikwissenschaftliches Promotionsstudium. Zwischen 2003 und 2007 war er Forschungsassistent am Centrum für angewandte Politikforschung (C•A•P) an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und von 2010 bis 2011 Lehrbeauftragter am Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem das Verhältnis von Politik und Religion sowie Fragen der europäischen Integration.