Landgraf Philipp von Hessen, 1504 in Marburg geboren, übernahm mit vierzehn Jahren die Regierung seines Fürstentums, war einer der Führer des Protestantismus im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, suchte die theologischen Streitigkeiten der evangelischen Wortführer in einem international besetzten „Religionsgespräch” zu schlichten, kämpfte gegen rebellische Ritter, aufständische Bauern und kaiserliche Truppen und führte seit 1540 eine Doppelehe, die von Martin Luther abgesegnet wurde. Der Nachwelt erhalten hat er sich mit der 1527 begründeten ersten Universität des Hessenlandes, zugleich der zweitältesten protestantischen überhaupt (die älteste protestantische Universität bestand von 1526 bis 1530 im schlesischen Liegnitz), denn diese trägt ihren Namen nach ihm. Mit nicht ganz 27.000 Studenten hat sich die Gründung des Landgrafs gut herausgemacht und genießt in verschiedenen Fachbereichen hohes Renommee. Besonders im Bereich Psychologie hat die Philipps-Universität Marburg einen sehr guten Ruf. Im CHE Hochschulranking stand sie etwa 2009 im Spitzenfeld. Auch in den Fachbereichen Medizin und Chemie ist die Universität Marburg äußerst drittmittel- und forschungsstark. Eine weitere Besonderheit der Philipps-Universität Marburg ist, dass sie den größten Fachbereich für Pharmazie in ganz Deutschland hat.

Besondere wissenschaftliche Forschungseinrichtungen an der Philipps-Universität Marburg sind das Informationszentrum für Fremdsprachenforschung, das Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung, sowie der botanische Garten.

Auch jenseits von Lehre und Forschung hat die Philipps-Universität Marburg einiges zu bieten. So bedeutet studieren an der Uni Marburg, ein Sportangebot mit knapp hundert verschiedenen Sportarten zur Verfügung zu haben, das zusätzlich einmal im Jahr durch das „SportDies” Festival ergänzt wird, bei dem in der ganzen Stadt Sportveranstaltungen für Stu-dierende angeboten werden. Auch wer neben seinem Studium zusätzliche Sprachkenntnisse erwerben will, findet an der Uni Marburg durch das Sprachenzentrum ein breites Angebot vor.

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