Nobelpreisträger Kbr im EKV Prof. Dr. Anton Zeilinger Festredner bei Hochschulwochen

Professor Dr. Anton Zeilinger, Nobelpreisträger für Physik des Jahres 2022, wird am 6. August den Festvortrag zum Abschluss der Salzburger Hochschulwochen halten. Der am 20. Mai 1945 in Ried im Innkreis geborene Physiker gilt als Pionier der Übertragung von Quanteninformation zwischen Photonen. Kbr Prof. Dr. Anton Zeilinger ist Mitglied der Marco-Danubia Wien und Austria Innsbruck im ÖCV.
Die Salzburger Hochschulwochen finden vom 31. Juli bis 6. August statt und stehen unter dem Generalthema „Reduktion! Warum wir mehr Weniger brauchen”. Neben einem Mix aus Vorträgen, Diskussionen und Workshops werden auch diesmal Preise verliehen: der Theologische Preis für ein Lebenswerk sowie Publikumspreise für den akademischen Nachwuchs. 
Für Vorträge und Diskussion konnten u. a. der Paderborner Theologe Prof. Dr. Aaron Langenfeld, die Medizinethikerin Prof. Dr. Alena Buyx, die Psychologin Dr. Isabella Uhl-Hädicke und der Umwelt-Pionier Dr. Dirk C. Gratzel gewonnen werden, teilte Prof. Dr. Martin Dürnberger, Obmann der Hochschulwochen, Ende April mit. Daneben wird in einem „lit/lab” über die Zukunft der Liturgie sowie über das Thema „Theologie zukunftsreich?”diskutiert. Außerdem wird eine englischsprachige „CrossCulture Religious Studies Summer School” angeboten.
Zur Aktualität des Themas sagte Professor Dürnberger: „Höher, schneller, weiter - mehr! Diese Haltung hat über Jahrzehnte unser gesellschaftliches Grundgefühl bestimmt. Auch wenn wir ihr viel Fortschritt verdanken, macht sich aktuell immer mehr Unbehagen daran fest: Wir alle nehmen wahr, dass die blinde Orientierung daran in Sackgassen führt”. Die Erschöpfung der Ressourcen - ob ökologischer oder sozialer Natur - sei groß. Und doch „tun wir uns schwer damit, die Logik des Mehr hinter uns zu lassen: Stagnation gilt als Rückschritt, negatives Wachstum als No-Go.” Dies sei Anlass genug, nach neuen Perspektiven zu suchen und zu fragen, wie eine Reduktion, wie „mehr Weniger” gelingen könne, so Dürnberger.
Die „Salzburger Hochschulwochen” fanden 1931 zum ersten Mal statt. Ihr Ziel ist es, ein universitäres, interdisziplinäres Forum zu bilden, in dem sich die Theologie dem Dialog über aktuelle Fragen mit säkularen Wissenschaften stellt. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Salzburger Äbtekonferenz der Benediktiner, dem Katholischen Hochschulwerk Salzburg, der Görres-Gesellschaft, der Katholischen Akademikerverbände Deutschlands und Österreichs sowie dem Forum Hochschule und Kirche der Deutschen Bischofskonferenz organisiert. Seit sechs Jahren sind die Hochschulwochen eine Veranstaltungsreihe der Theologischen Fakultät und als solche integriert in die Universität Salzburg. 

Infos und Anmeldung: www.salzburger-hochschulwochen.at