Landeshauptstadtseminar der AGV mit hochkarätigen Gesprächspartnern in Düsseldorf

Minister, Staatssekretär, Chefredakteur – zum traditionellen Landeshauptstadtseminar der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände (AGV) e. V. traten die Verbandsspitzen von CV, KV, UV und RKDB wieder mit vielen hochkarätigen Gesprächspartnern in den Dialog. Unter dem Motto „Erfolgsland NRW? – Was den Westen bewegt” traf sich die AGV in diesem Jahr in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.

Die Erwartungen an die schwarz-grüne Landesregierung und ihre Strahlkraft für den Bund sind hoch – gleichzeitig befindet sich die Kirche in NRW aufgrund von von Problemen in einzelnen Bistümern in einer besonders herausforderungsreichen Situation. Die Gespräche zu Politik, Gesellschaft und Kirche versprachen daher spannend zu werden – ein Versprechen, dass vollumfänglich erfüllt wurde.

Im Hochhaus der Rheinischen Post auf der linken Rheinseite gab Chefredakteur Moritz Döbler den Teilnehmern zunächst eine Gesamteinschätzung zur landespolitischen Gemengelage. Diskutiert wurden aber auch die Zukunft des Journalismus und die christlichen Wurzeln der Zeitung. Am Nachmittag traf sich die AGV mit Dr. Antonius Hamers (KV), Leiter des Katholischen Büros Nordrhein-Westfalen. Dr. Hamers erläuterte die Arbeit des Büros als Interessensvertretung der fünf nordrhein-westfälischen Bistümer und trat mit den Teilnehmern in einen offenen Dialog über die Zukunft der Kirche in unserer Gesellschaft. Am Abend folgte ein Netzwerktreffen mit Entscheidungsträgern der Mitgliedsverbände aus dem Großraum Düsseldorf. Hierbei konnten neue Kontakte geknüpft und bestehende vertieft werden. 

Korporationen und Hochschulgemeinden sollten stärker zusammenarbeiten

Am Folgetag brachte Hochschulpfarrer Stephan Wisskirchen (CV) den Teilnehmern nach der Feier der Heiligen Messe in St. Suitbertus die Arbeit der Katholischen Hochschulgemeinde Düsseldorf näher. Beide Seiten kamen überein, dass eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den katholischen Korporationen und den Hochschulgemeinden sinnvoll sei. In der zweiten Tageshälfte fand sich die AGV im nordrhein-westfälischen Landtag ein, um gleich eine ganze Reihe von Gesprächen zu führen. Zunächst diskutierten die Verbandsspitzen die Themen Digitalisierung und Jugendschutz mit dem parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Fraktion Marcel Hafke MdL. Sodann folgte ein konstruktiver und intensiver Austausch mit der Ministerin für Kultur und Wissenschaft Ina Brandes (CDU), in dessen Rahmen die Bedeutung der katholischen Korporationen für die deutsche Hochschullandschaft und die Identifikation der Studentinnen und Studenten mit ihren Universitäten deutlich gemacht wurde.

Nach einem Gespräch über generationengerechte Landespolitik und die Arbeitsweise der schwarz-grünen Koali-tion mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schick MdL, hatte die AGV die Gelegenheit, über Themen der Religions- und Medienpolitik mit Minister Nathanael Liminski (CDU), der zugleich auch Chef der Staatskanzlei ist, zu diskutieren. Den Abschluss bildete ein Gespräch über die Erwartungen der jungen Generation an die nordrhein-westfälische Landespolitik mit Kevin Gniosdorz (CV), dem Vorsitzenden der Jungen Union Nordrhein-Westfalens. Im Anschluss hatten alle Teilnehmer bei Altbier und Brauhausessen die Gelegenheit, die Impulse des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen. 

Der letzte Seminartag begann mit einem Gespräch im Ministerium für Heimat, Bauen, Kommunales und Digitalisierung. Gemeinsam mit Staatssekretär Daniel Sieveke (CV; CDU) wurde das auch für die Mitgliedsverbände wichtige Thema des studentischen (und bezahlbaren) Wohnraums beleuchtet. Zu guter Letzt erwartete die AGV noch ein weiteres Highlight: Innenminister Herbert Reul stellte sich den Fragen der Teilnehmer zur Inneren Sicherheit. 

Fabio Crynen (Mk)
Der Autor ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände (AGV).