Generationen von Studenten geprägt

Kb Prof. Dr. Wendelin Knoch (Arm, Alb) achtzig Jahre alt

Gott ist Liebe!” (1 Joh), gab Kb Prälat Prof. Dr. Wendelin Knoch (Arm, Alb) auf die Frage nach seinem liebsten Bibelzitat dem Westdeutschen Rundfunk zur Antwort. Zeuge der Botschaft der Liebe Gottes zu sein, der in Jesus von Nazareth Mensch geworden ist, diese Botschaft authentisch zu leben und einer säkularen Welt verständlich zu machen und zu vermitteln: das wurde für Wendelin Knoch als Priester und Hochschullehrer zum Lebensprogramm. Seinen achtzigsten Geburtstag konnte er am 20. August 2023 in einem Hochamt in St. Peter und Paul zu Hattingen feierlich begehen. Freunde, Verwandte und Weggenossen gratulierten in großer Zahl dem Jubilar nach dem Gottesdienst bei einem kleinen Umtrunk vor dem Kirchenportal aufs herzlichste. 
In Bonn geboren, studierte Kb Wendelin Knoch in Bonn, Münster, München und Rom Theologie. Während seines Studiums wurde er beim K.St.V. Arminia Bonn und beim K.St.V. Albertia München aktiv. Am 2. Juli 1969 durch den damaligen Erzbischof von Köln, Kb Joseph Kardinal Höffner, zum Priester geweiht, wirkte Kb Wendelin Knoch zunächst als Subsidiar zur besonderen Verfügung im Dekanat Bonn-Süd, danach als Kaplan an St. Sebastian in Bonn-Poppelsdorf. 1972 promovierte er bei Karl Rahner, im Jahr 1977 war er Vizerektor des Campo Santo Teutonico in Rom, am 1. September desselben Jahres übernahm er eine Assistentenstelle an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 
Die Arbeit als Hochschullehrer sei ein Wunsch gewesen, bekannte Kb Wendelin Knoch vor einiger Zeit gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Doch liege dieser Beruf auch in der Familie; so habe auch sein Vater an der Hochschule gelehrt. So wurde Wendelin Knoch nach seiner Habilitation bei Wilhelm Breuning 1981 in Bonn im Jahr 1983 Professor für Fundamentaltheologie an der Theologischen Fakultät Paderborn. 1991 führte ihn ein Ruf an die Ruhr-Universität Bochum: An der Katholisch-Theologischen Fakultät übernahm er den Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte.     
Die Stadt Hattingen an der Ruhr mit ihrer malerischen Altstadt, nicht weit von der Ruhr-Universität entfernt, wurde für ihn zum neuen Lebensmittelpunkt, an St. Peter und Paul war er bis 2000 Subsidiar. Seit 1993 gehört er dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem an, der mit ideellen und materiellen Mitteln die Einrichtungen der katholischen Kirche im Heiligen Land fördert. Papst Benedikt XVI. ernannte seinen Kartellbruder Wendelin Knoch 2006 zum Päpstlichen Ehrenprälaten. 2012 verlieh ihm die Universität Johannes Paul II. in Krakau die Ehrendoktorwürde. 2015 erhielt er die Verdienstmedaille des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem. Zudem ist Wendelin Knoch Familiar des Zisterzienserordens. 
„Generationen von Studenten als Hochschullehrer und geistlicher Wegbegleiter zu den Quellen der Theologie und zum Fundament des Glaubens zu führen – das ist eine wahrlich erfüllende Aufgabe in meinem Leben gewesen”, sagte Knoch im Rückblick gegenüber der WAZ. Bis heute hat ihn diese Aufgabe nicht losgelassen: Als Emeritus gibt er in Vorträgen seinen Zuhörern immer wieder einen Einblick in die Fülle und Tiefe christlicher Glaubensweisheit.

R.N.