Laudatio auf Winfridias scheidenden Philistersenior Bernd-Wolfram „Heintje” Vierkotten

Vierzig Jahre ehrenamtlicher Dienst sind auch im KV außergewöhnlich. Auf solch eine lange Amtszeit hat es Kb Bernd-Wolfram Vierkotten als Philistersenior des K.St.V Winfridia-Köln gebracht. Nun hat er das Staffelholz weitergereicht. 
Feierlich verabschiedete der neue Philistersenior Kb Daniel Odenthal seinen Bundesbruder auf dem gemeinsamen Stiftungsfest der Alsaten und Kölner Winfriden und dankte ihm für sein außergewöhnliches Wirken.

„Es ist mir eine ganz besondere Ehre, über Bernd-Wolfram „Heintje“ Vierkotten zu berichten, dessen Engagement, Hingabe und Vision für den K.St.V. Winfridia-Köln und den gesamten Kartellverband von unschätzbarem Wert sind.
Mit nun genau vierzig Jahren Amtszeit hat Bernd als Philistersenior der Winfridia den Weg unseres Vereins maßgeblich geprägt. In einer Zeit, die von Wandel und Herausforderung gekennzeichnet war, bewahrte er stets die Werte und Prinzipien, die unsere Gemeinschaft ausmachen. Bernd war immer mehr als nur ein Ältester – er war ein Mentor, ein Freund und ein unermüdlicher Arbeiter im Hintergrund, der nicht nur für die Pflege der Traditionen unseres Vereins sorgte, sondern auch dafür, dass Winfridia in die Zukunft blicken konnte.

Bernds langjähriger Einsatz für den Verein geht weit über die formellen Aufgaben eines Philisterseniors hinaus. Als Fuchsmajor u. Senior übernahm er im SS 69 und im WS 69/70 früh Verantwortung. Dann als Philistersenior ab 1985 förderte er die Aktivitas durch persönliche Treffen, private Einladungen, Aktivenvorstandsessen in seinem Haus in Königsdorf in jedem Semester und regelmäßige Besuche der Konvente. Dabei schuf er eine starke Bindung zu jeder neuen Generation von Winfriden, die ihn als vertrauensvollen Mentor und Freund schätzten. Gerade auch in den Umbruchzeiten der Aktivitas in den 1970er Jahren war Bernd eine verlässliche Säule, die Stabilität und Orientierung gab.
Besonders hervorzuheben ist auch sein Einsatz für die Pflege und Bewahrung der Traditionen der Winfridia. Zu den Veranstaltungen, die Bernd maßgeblich prägte, zählen das alljährliche Gartenfest, der Winfridentag, das Preisschießen im Januar und die Weinprobe im Winter. Diese Veranstaltungen haben sich zu kulturellen Höhepunkten des Vereinslebens entwickelt, bei denen sich alle Winfriden über Generationen hinweg als Teil einer lebendigen Gemeinschaft fühlen. Besonders der Winfridentag, bei dem Mitglieder ihre Herkunftsorte vorstellen, verdeutlicht Bernds kreative Ideen für das Winfriden-leben und stärkt das Gemeinschaftsgefühl von jung bis alt. Er förderte dadurch die individuelle Entwicklung und schaffte so die Gelegenheit, über sich hinauszuwachsen. Diese Erfahrung hat für jeden einen unschätzbaren Wert.

Bernd hat auch einen bleibenden Beitrag zur Erhaltung der Vereinsgeschichte geleistet. Als Archivar begann er damit, den unübersichtlichen Aktenbestand auf dem Dachboden des Vereinshauses in ein gut strukturiertes Archiv zu verwandeln, und führte dies bis heute weiter: Auf über hundert Leitz-Ordner ist das Archiv inzwischen angewachsen. Seine sorgfältige Arbeit und die Herausgabe der Festschrift zum 100. Stiftungsfest 2013 sind nur ein Beispiel für seine unermüdliche Traditionspflege. Ebenso trägt die von ihm herausgegebene Publikation „Winfridenblätter“ dazu bei, dass Winfridias Geschichte lebendig bleibt.

Nicht zuletzt ist Bernd auch als überzeugter KVer zu einem Bindeglied innerhalb des Kartellverbandes geworden. Durch seine Pflege von Freundschaften über die Vereinsgrenzen hinweg und die Unterstützung von Kartellveranstaltungen hat er das Ansehen der Winfridia im gesamten Kartellverband gestärkt und wertvolle Kontakte zu anderen Kartellvereinen gepflegt.

Bernd verkörpert das Lebensbundprinzip auf eine außergewöhnlich persönliche Weise. Er steht stets als Fürsprecher für alle Winfriden, Alte Herren und besonders auch Aktiven, und zeigt auch nach dem Verlust eines Bundesbruders Fürsorge für dessen Familie. Diese Tiefe der Verbundenheit, die weit über die regulären Vereinsstrukturen hinausgeht, macht ihn zu einem unverzichtbaren Teil der Winfridia.
Bernds unermüdliche Arbeit und sein Engagement sind uns allen ein Vorbild und eine Inspiration. Seine Spuren werden weit über die Jahre hinaus sichtbar bleiben und wir alle tragen ein Stück von 
seinem Erbe in uns. Im Namen der gesamten Winfridia danke ich für alles, was Bernd für unseren Verein und unsere Gemeinschaft getan hat. Es ist uns eine Ehre, Bernd als Ehrenphilistersenior willkommen zu heißen.

In Dankbarkeit und Respekt, Daniel Odenthal,     
Philistersenior Winfridiae

Bernd-Wolfram Vierkotten

Mit vierzig Jahren Amtszeit als Philistersenior der Kölner Winfriden hat Bernd-Wolfram Vierkotten Winfridias Weg maßgeblich geprägt. Und als überzeugter KVer pflegt er den Kontakt mit dem Kartellverband und den Kartellvereinen.