Gründungsmythos und die sich entwickelnde Karlsverehrung in Frankfurt
Karl-Heinz Gurris (Rh-F, Car)
Ein wenig verwundert las ich Ende Januar 2024 im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) einen Bericht über das Karlsamt im Frankfurter Kaiserdom 1 (St. Bartholomäus), das seit sechshundert Jahren aus Anlass des Gedenk- und Todestages Kaiser Karls des Großen am 28. Januar gefeiert wird. Ergänzend hieß es in diesem Bericht: „Ein sehr ähnliches Pontifikalamt wird jedes Jahr am letzten Sonntag im Januar im Rahmen des Karlsfestes in Aachen gehalten“, was auch Wikipedia berichtet.
Hatte ich mich etwa verlesen? Karlsamt am 28. Januar im Frankfurter Dom? Gehört diese Zeremonie nicht nach Aachen? Schließlich birgt der Dom zu Aachen den Thron Karls des Großen und seinen goldenen Schrein. Zwei derart wichtige Argumente sprechen eindeutig für Aachen und werfen die Frage auf, was denn „die da in Frankfurt so treiben“ und was das alles mit Karl dem Großen zu tun hat.
Karlsamt in Frankfurt und Aachen
Für uns Carolingen ist im Wintersemester das Stiftungsfest mit der Karlsmesse im Aachener Dom spiritueller Höhepunkt des Studienhalbjahres, bei der Chargierte der Carolingia im Chorraum des Domes an den Feierlichkeiten teilnehmen.
Seit dem Carolingentreffen 2023 in Seligenstadt wissen wir aber auch, dass Karl der Große häufig Frankfurt und seine Umgebung besucht hat. Auch wissen wir seither, dass in Anekdoten dem Kaiser die Erfindung - oder Entdeckung? - des Frankfurter Nationalgetränks, des Apfelweins, oder, auf gut hessisch, des „Ebbelwoi”, zugeschrieben wird.
Was hat Karl der Große nun wirklich mit Frankfurt zu tun? Ist er im heutigen Frankfurter Straßenbild (noch) sichtbar? Ist Karl der Große am Ende sogar der Gründer Frankfurts?
Als Stadtpatron wird Karl der Große neben dem Heiligen Bartholomäus seit über achthundertfünfzig Jahren in Frankfurt gefeiert und geehrt. Sein Bild bestimmte die Stadt an vielen Stellen, manche Spuren sind aufgrund baulicher Veränderungen verschwunden. Andere Spuren gibt es noch, auch wenn sie nicht leicht zu entdecken oder ins Historische Museum Frankfurt gewandert sind.
Das gilt auch für die Statue Karls, die gemeinsam mit der des Heiligen Bartholomäus 2 das sogenannte Galgentor 3 (Gallustor) zierte. Ende des 14. Jahrhunderts errichtet, war das Galgentor an der Mainzer Landstraße ein wichtiges Eingangstor in die Stadt, durch das auch die Kaiser in Frankfurt einzogen.
Erwähnt werden muss auch das Standbild Karls des Großen an der Alten Brücke. Die Statue (eine Nachbildung) des Kaisers ist 3,20 Meter groß und zeigt ihn in typischer Herrscherpose: mit Schwert, Reichsapfel und Krone. Wird heute von dieser Statue in der lokalen Presse berichtet, dann meist, weil dem großen Kaiser wieder einmal das Schwert abhandengekommen ist, sprich: gestohlen wurde. Eine Nachbildung der Statue (mit Schwert) lässt sich im Historischen Museum Frankfurt besichtigen. Und mit dem Begriff „Museum“ ist schon verdeutlicht, dass das Auffinden von Erinnerungen an Karl den Großen heute eher Aufgabe von Hardcore-Fans ist, die quasi wie Detektive in Kirchen und Museen nach Erinnerungen an den großen Kaiser fahnden. Denn dort sind heute primär die Erinnerungen an den großen Kaiser zu finden.
Die Furt der Franken
Ist nun Karl der Große wirklich der Gründer der Stadt Frankfurt? Mark Twain berichtet belustigt in seinen Reiseerinnerungen „Bummel durch Europa“ (1880) über den Gründungsmythos der Stadt, dass Frankfurt eine von den sechzehn Städten ist, die sich des Vorzugs erfreuen, der Ort zu sein, an dem sich der folgende Zwischenfall ereignete: Karl der Große gelangte, als er von den Sachsen verfolgt wurde, im Morgengrauen an einen Fluss, den er zu überqueren versuchte. Hierbei beobachtete er eine Hirschkuh, die ihr Junges schließlich zu einer seichten Stelle führte und durch den Fluss leitete. Ein Übergang für Karl den Großen und sein Heer war gefunden. In Erinnerung an dieses glückliche Ereignis befahl Karl der Große genau an dieser Stelle eine Stadt zu bauen, die er Frankfurt – Furt der Franken – nannte. Keine von den anderen Städten, in deren Nähe dieses Ereignis stattfand, wurde danach benannt – ein stichhaltiger Beweis, dass Frankfurt der erste Ort war, an dem es sich zutrug.
Wie andere europäische Städte führte auch Frankfurt seinen Ursprung auf eine bedeutende Persönlichkeit aus einer weit zurückliegenden Epoche zurück. Im 19. Jahrhundert waren solche tatsächlichen oder erfundenen Ereignisse beliebte Themen für Sagenbücher und Historienmalerei. Der am Städel´schen Kunstinstitut ausgebildete Maler Christian Leopold Bode stellt daher die Karlslegende in den Mittelpunkt eines siebenteiligen Zyklus von Sagen und historischen Ereignissen der Frankfurter Geschichte.
Matthias Theodor Kloft 4 nimmt ebenfalls in seinem Vortrag zur „Karlsverehrung in Frankfurt am Main“ 5 Bezug auf die Legende mit der Hirschkuh, die zuerst Anfang des 11. Jahrhunderts durch Bischof Thietmar von Merseburg überliefert wurde.
Der Bischof berichtet in einer wenig schmeichelhaften Begebenheit über den in große Bedrängnis geratenen Kaiser Karl, als er im Krieg mit den Sachsen - Vorfahren des Bischofs - von diesen verfolgt wurde und in große Not geriet. Gottes Gnade habe dem Kaiser, der sich auf dem Rückzug befand, schließlich mittels einer Hirschkuh eine Furt als Fluchtweg durch den Main gezeigt. Die Sage von der Gründung Frankfurts durch Karl den Großen – auf der Flucht vor den Sachsen –, entbehrt aber der historischen Grundlage und soll wohl eher die Bedeutung der Sachsen in den Auseinandersetzungen mit dem Kaiser stärker hervorheben.
Der Stadtpfarrer und Stiftsdekan des kaiserlichen Bartholomäusstifts Johannes Latomus bzw. Steinmetz hat 1583 für die Gründung Frankfurts das Jahr 774 geliefert. Nach seinen Angaben wurde Frankfurt jedoch von Pippin gegründet, also nicht von den Römern, auch wenn der Name des Rathauses „Römer“ vermuten lässt, dass die Römer in Frankfurt städtebaulich aktiv geworden sind 6.
Noch im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert gehörte die Sage der mittlerweile weißen Hirschkuh zum beliebten Gründungsmythos 7 Frankfurts. Die Szene der Flussüberquerung findet man auch als Kunst am Bau der Nachkriegszeit etwa als Sgraffitto an einer Häuserfront des Römerberges.
Auch der Frankfurter Kaiserdom, genauer gesagt, das Reichsstift St. Bartholomäus, bezeichnete den Kaiser und dessen Vater Pippin als Gründer von Kirche und Stift. Spätestens seit dem 14. Jahrhundert wurde Karl mit dem Kirchenmodell in dieser Eigenschaft in Frankfurter Darstellungen gezeigt.
Seit den Ausgrabungen unter dem Frankfurter Dom in den Jahren 1991 bis 1993 ist wieder Bewegung in die Frühgeschichte Frankfurts gekommen. Selbst die Sage von der Beteiligung Pippins und Karls an der Gründung der späteren Stiftskirche St. Bartholomäus lässt sich nun nicht mehr als reine Erfindung von Stiftsklerikern des 13. und 14. Jahrhunderts abtun.
In einer Urkunde für das Kloster St. Emmeram bei Regensburg wird unter dem Datum des 22. Februar 794 nicht nur der erste nachweisbare Aufenthalt von Karl dem Großen in Frankfurt und damit zugleich der Name der Stadt „Frankonofurd“ erstmals genannt. Der Grund für den Aufenthalt Karls im Jahr 794 in Frankfurt ist die Synode auf dem Domhügel, die der Debatte und Verhandlung mehrerer geistlicher und politischer Fragen diente. Der Name des Kaisers und der Name der Stadt sind mit diesem Datum urkundlich eindeutig verbunden.
Nachdem am 10. August 794 noch während der Synode Karls vierte Ehefrau Fastrada in Frankfurt verstarb und in Mainz in St. Alban bestattet wurde, hat Karl Frankfurt nicht mehr besucht.
Die Zeiten danach
Ist nach Karls letztem Besuch in Frankfurt und seinem Tod am 28. Januar 814 in Aachen das Andenken an den Kaiser in Frankfurt komplett aus Frankfurts Stadtgeschichte verschwunden?
Mit der ersten Reichsteilung des Frankenreiches nach dem Tod Kaiser Ludwigs des Frommen 840 entwickelte sich die Pfalz Frankfurt schnell zu einem Hauptort des sich neu bildenden fränkischen Ostreiches. So wurde Frankfurt als „principalis sedes orientalis regni (Hauptsitz des östlichen Königreichs) bezeichnet. Die damit für Frankfurt beginnende Hauptstadttradition endete erst mit der preußischen Annexion im Jahre 1866. Analog zum Pfalzort des Mittelreiches Aachen und des Westreiches Compiègne erhielt Frankfurt mit dem Salvatorstift einen Gebetsort für König und Regnum. Die ostfränkische Königsfamilie hielt sich immer wieder in Frankfurt auf, aber von einer dezidierten Karlsverehrung ist zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt.
Erst in der Zeit der Staufer setzte eine erneute Verehrung Karls des Großen ein; erkennbar ab den Jahren 1267/68; der Name Karls taucht in kirchlichen Jahrbüchern (Anniversarienkalendern) des Bartholomäusstifts am 28. Januar auf, wobei dieses Datum primär noch den Oktavtag der heiligen Agnes beschreibt.
Diese wachsende Bedeutung Karls des Großen lässt sich rein „optisch“ in weiteren verschiedenen Kirchenjahrbüchern verfolgen. Eine liturgische Verehrung kam Karl jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu. In den verschiedenen Jahreskalendern lässt sich die „Entwicklung“ Karls des Großen zum Heiligen dann schon rein optisch verfolgen. Noch im 13. Jahrhundert wurde der Name Karls nicht ausdrücklich in einem roten Rahmen erwähnt, dennoch ist der Name mit einem „S.“ für Sanctus (S. Karoli imperatoris) als Heiliger ausgewiesen. Zu Beginn des 14. Jahrhundert war die liturgische Verehrung dann voll ausgebildet, denn nun war die Rede von einer „vigiliae magnae“, einem Hochfest. Im zeitlich nächsten Nekrologium 8 aus dem frühen 14. Jahrhundert ist der Festcharakter eindeutig bestimmt und Karl mittels roter Schriftzeichen des Eintrags „Caroli magni imperatoris“ eindeutig als Heiliger ausgewiesen. Somit wurde seit 1398 Karl in Frankfurt als Nebenpatron des heiligen Bartholomäus verehrt. Im Anniversarbuch des frühen 15. Jahrhunderts tritt zum Karlstag am 28. Januar noch sein Translationsfest am 27. Juli hinzu.
Unabhängig von den Vorgängen in Frankfurt veranlasste Kaiser Friedrich I. Barbarossa am 29. Dezember 1165 die Heiligsprechung Karls des Großen durch Rainald von Dassel, den Erzbischof von Köln, unter Billigung des Gegenpapstes Paschalis III. Diese Heiligsprechung wurde jedoch von Papst Alexander III. nicht akzeptiert, sodass Karls Gedenktag am 28. Januar nie offiziell anerkannt wurde. Doch erhob die Kurie danach nie Einspruch gegen diese Heiligsprechung; vielmehr wurde seit 1176 die Verehrung Karls als Heiliger von der katholischen Kirche geduldet.
Nicht nur durch das Verstorbenenverzeichnis aus dem frühen 14. Jahrhundert, sondern auch durch eine in Abschrift erhaltene Urkunde ist die wachsende Verehrung Karls in Frankfurt nachgewiesen. Zu diesem Zeitpunkt führt der Kalender der Hochfeste des Bartholomäusstifts das Karlsfest neben Weihnachten, Ostern, Pfingsten etc. als festen Bestandteil auf.
Wie den Anniversarbüchern des Stiftes zu entnehmen ist, setzte sich bis zum zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts ein liturgisch gefeiertes Karlsfest in Frankfurt durch. Die genauen Etappen sind jedoch aufgrund des fehlenden Quellenmaterials nicht eindeutig zu belegen. Anfang des 14. Jahrhunderts stieg der Apostel Bartholomäus zum Stadt- und Stiftspatron auf, doch rasch gesellte sich Karl der Große hinzu. Die älteste Bartholomäusdarstellung des Stiftes zeigt gleichzeitig die älteste Karlsdarstellung. Karl als zweiter Patron ist ausdrücklich im Jahre 1398 nachgewiesen.
Die Karlsverehrung spielte aber in der Zeit der Reformation und Gegenreformation keine größere Rolle, wenngleich Karl weiterhin überwiegend positiv betrachtet wurde. Die Reformation veränderte zwar einschneidend die konfessionelle Situation der Stadt. Nach einer Unterbrechung des katholischen Kultus im Dom von 1533 bis 1548 wurde die Karlsverehrung wieder aufgenommen. Als Hochfest firmierte der Karlstag unter der Bezeichnung „festa decanalia“.
Frankfurts Stadtpatrone: Karl der Große und St. Bartholomäus
Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden auch wieder Karlsbilder im Dom angebracht. Auch andere katholische Kirchen schmückten sich mit einem Altar zu Ehren Karls des Großen.
Im Zuge der Säkularisierung, in der Stifte und Klöster aufgehoben wurden, änderte sich um 1802 gottesdienstlich in dem weiterhin als Pfarrkirche fungierenden Bartholomäusstift nichts Wesentliches. Im Laufe des 19. Jahrhunderts schwand die Bedeutung des Karlsfestes; es blieb aber ein Fest für die Frankfurter Katholiken. Dies hielt sich bis in die Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Als „wesentliche“ Änderung kann lediglich die Verschiebung der Uhrzeit für das Karlsamt auf 8:00 Uhr genannt werden, das traditionell von der zweitgrößten Glocke des Frankfurter Geläuts, der Carolusglocke, eingeläutet wurde.
Ausgehend von einem Vortrag des Kirchenrechtlers Adalbert Erler zu den Ergebnissen eines rechtshistorischen Seminars an der Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universität über die liturgischen Vorschriften für die Krönung von Königen und Kaisern und aufgrund der Bemühungen des damaligen Bischöflichen Kommissars und Stadtpfarrers Alois Eckert 9 wurde die Idee geboren, die alten liturgischen Gesänge, besonders die Karlslaudes aus dem neunten Jahrhundert und die Karlssequenz, im Festhochamt wieder erklingen zu lassen. Dies wurde auch in die Tat umgesetzt. Seit 1959 wird das Karlsamt in seiner heutigen Form zelebriert.
Auch wenn sich die im Frankfurter Karlsamt gelesenen Messtexte an das Aachener Vorbild anlehnen, gibt es einen wesentlichen Unterschied:
In der Aachener Karlssequenz, die jedem Carolingen bekannt sein sollte, heißt es: „Urbs Aquensis, urbs regalis …“, während in Frankfurt der Text wie folgt gleichlautend fortgesetzt wird:
„Francfordensis urbs regalis,
regni sedes principalis,
prima regni curia,
regi regum pange laudes,
quae de magni regis gaudes
Karoli praesentia …“ 10.
Für die Predigt beim Karlsamt wird - in Frankfurt wie in Aachen - in der Regel ein auswärtiger Bischof oder Kardinal eingeladen. In den Ansprachen stehen im Allgemeinen die Idee und Erinnerung eines im Christentum geeinten Europas im Zentrum, wie Karl der Große es erstrebte. Mit der Einladung besonderer Prediger und Referenten wird der Karlstag zugleich zum gesellschaftlichen Ereignis des katholischen Frankfurt aufgewertet und wieder stärker ins Bewusstsein der Frankfurter Katholiken geholt. Die Liste der externen Prediger im Karlsamt der vergangenen Jahre liest sich wie ein „Who is Who“ des katholischen Episkopats.
Nochmals gefragt: Karl der Große - ein Frankfurter oder doch ein Aachener? Dazu bleibt festzuhalten: Carolingen tendieren wohl eher dahin, in Karl einen Aachener zu sehen. Schaut man aber über diese Gegenüberstellung „hier Frankfurt - da Aachen” hinaus, dann wird die Charakterisierung Karls als eines großen und vielleicht ersten Europäers am ehesten gemeinsame salomonische Zustimmung finden.

Anmerkungen
[1] Kaiser Karl der Große ist Patron der Stadt Frankfurt und des Kaiserdoms
[2] Der spätromanische Bartholomäuschor des Frankfurter Domes wurde 1239 geweiht, benannt nach dem Apostel Bartholomäus, dessen Schädeldecke als wertvollste Reliquie hier verehrt wird.
[3] Das Galgentor war eines der fünf Stadttore der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung, welche den Zugang zur Frankfurter Neustadt erlaubten.
[4] Matthias Theodor Kloft (* 5. September 1959 in Bonn; † 23. Oktober 2024 in Frankfurt am Main) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Theologe und Kirchenhistoriker.
[5] Erweiterte Fassung eines Vortrags, gehalten am Karlstag, dem 28. Januar 1995, vor dem Geschichtsverein für das Bistum Aachen e.V.
[6] Das Haus Zum Römer erhielt diesen Namen wahrscheinlich wegen der italienischen Kaufleute, die dort seit dem Mittelalter während der Messen im Erdgeschoss ihre Waren anboten. Rom galt damals als Synonym für ganz Italien. Gegen 70 nach Christus wird das Rhein-Main-Gebiet fester Bestandteil des Römischen Reichs. Im Norden wird es durch den Limes, die römische Grenzanlage, umschlossen. Auf dem Domhügel errichten die Römer eine Militärstation, die gegen 110 nach Christus von einer zivilen Straßenstation abgelöst wird.
[7] Ernst Mack: Von der Steinzeit zur Stauferstadt. Die frühe Geschichte von Frankfurt am Main
[8] Kalenderartiges Verzeichnis der Toten einer mittelalterlichen kirchlichen Gemeinschaft zur Verwendung in der liturgischen Fürbitte, für die jährliche Gedächtnisfeier o. Ä.
[9] Eckert, Alois, Frankfurter Stadtpfarrer von 1950 bis 1965. Geistlicher Rat. Ehrendomherr. Päpstlicher Hausprälat. Apostolischer Protonotar. Theologe. * 16. Februar 1890 Hochheim/Main, † 5. Dezember 1969 Ffm. Sein Verdienst ist der Wiederaufbau des Doms, dessen Fertigstellung 1953 mit einem großen Domfest gefeiert werden konnte.
[10] Frankfurt, du königliche Stadt des Reiches Fürstensitz, erster Versammlungsort der Könige, dem König der Könige singe Lob, die du dich freust, am Festtage des großen Königs Karl!


