Ein Spektakel der Farben, Klänge und Traditionen

Christian Seitz (Rh-E)

Anfang März 2025 war es wieder soweit – ein Highlight des Wiener Faschings fand statt! Nach der pandemiebedingten Pause erstrahlte die traditionelle Rudolfina-Redoute in voller Pracht – und das gleich zum zweiten Mal nach der Zwangspause.

Für Superlative war gesorgt: Der größte couleurstudentische Ball Europas, der jedes Jahr zahlreiche Besucher in die Wiener Hofburg zieht, war auch diesmal restlos ausverkauft – und das bereits, als der Termin der Rudolfina-Redoute noch in weiter zeitlicher Ferne lag.
Nicht nur der Ball selbst sorgte für festliche Stimmung. Um die Tage in Wien rund um die Rudolfina-Redoute zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, hatte sich die Altherrenschaft des ÖKV zusammen mit der AKV Aggstein ein besonderes Rahmenprogramm überlegt, das einen Blick in die bewegte Geschichte der Stadt Wien mit dem gesellschaftlichen Ereignis, der Rudolfina-Redoute, verband. 

Sonntags bei Wolfgang Amadeus Mozart zu Gast

Den Auftakt bildete der Begrüßungsabend am Samstag ab 19:00 Uhr auf der Bude der AKV Aggstein am Rooseveltplatz 13 in Wien. Ab 19:30 Uhr konnte man auch der Europakneipe e.V. Rudolfina Wien (ÖCV) in der Lenaugasse 3, 1080 Wien einen Besuch abstatten. Es war der perfekte Einstieg, um sich mit alten und neuen Freunden auf das bevorstehende Event einzustimmen.

Am Sonntag erwartete uns um 11 Uhr ein Hochamt mit Ludwig van Beethovens „Großer Messe in C-dur” in der Augustinerkirche. Zelebrant war der hohe Verbindungsseelsorger der Aggstein, P. Mag. Dominic Sadrawetz OSA. 
Nach dem Gottesdienst stärkten wir uns um 13:00 Uhr im Gasthaus „Zur Eisernen Zeit” am Naschmarkt – ein kulinarisches Highlight, das für jeden Geschmack etwas bot.

Am Nachmittag ging es dann zum Mozarthaus (direkt hinter dem Stefansdom). Hier hat Wolfgang Amadeus Mozart von 1784 bis 1787 gewohnt und weil es das einzig erhalten gebliebene Domizil unter den verschiedenen Wohnungen Mozarts in seinen Wiener Jahren ist, bekommen Besucher hier einen authentischen Eindruck, wie das musikalische Genie aus Salzburg wohl gelebt hat. Auch sorgte die Sonderausstellung mit dem Titel „Mozart bei Tisch” für manche Überraschung und manches Aha-Erlebnis. 
Um 15:00 Uhr startete die gemeinsame Führung – pünktlich und bereit, um in die Wiener Kultur und in die Weltkultur einzutauchen.
Nach der Kultur folgte der Tanz: Um 17:30 Uhr startete auf der Bude der AKV Aggstein ein Tanzkurs, bei dem wir uns die Grundschritte des Wiener Walzers und der Quadrille aneigneten – ideal für den Ballabend! Der Cocktailabend begann dann um 20:00 Uhr, ebenfalls auf der Bude, wo für Speis und Trank bestens gesorgt war.

Montag  Der große Ballabend

Der Höhepunkt dieser Tage in Wien war natürlich der Rosenmontag – der Tag der Rudolfina-Redoute! Ab 18:30 Uhr empfing uns ein Sektempfang und ein kleiner Imbiss auf der Bude der AKV Aggstein, ehe es danach mit rund vierzig Personen gemeinsam zur Wiener Hofburg ging. Die Rudolfina-Redoute erwartete uns mit einer opulenten Atmosphäre, prachtvollen Gewändern und bester Gesellschaft. Der ÖKV-Tisch in der Antekammer war bereits reserviert, sodass wir uns auf einen großartigen Ball freuen konnten.

Was gab’s noch zu wissen?

Mit rund dreitausendfünfhundert Gästen war die Rudolfina-Redoute ein wahrer Höhepunkt der Saison: Farben und Zauber der Studentenverbindungen leuchteten in voller Pracht. Neben der Teilnahme an den offiziellen Programmpunkten konnten wir auch Wien und seine bewegte Geschichte entdecken: den Naschmarkt, die berühmte Albertina und weitere Museen und Sehenswürdigkeiten - Wien hatte für jeden etwas zu bieten!
Die Kosten für die Tage in Wien (außer Ballkarten und Eigenkonsumation) übernahmen der ÖKV in Zusammenarbeit mit der AKV Aggstein. Für die aktive Teilnahme an dieser unvergesslichen Veranstaltung war eine frühzeitige Anmeldung nötig. Dies sei jeder Aktivitas ans Herz gelegt, wenn sie plant, ihre nächste Aktivenfahrt mit einer Teilnahme an der Rudolfina-Redoute in Wien zu verbinden: Für Verbindungsstudenten beginnt der Preis für Eintrittskarten ab zehn Euro. Auch steht das Rahmenprogramm früh fest. Günstig übernachten lässt sich beispielsweise im Kolpinghaus. 
Die nächste Rudolfina-Redoute findet am Faschingsmontag, den 16. Februar 2026, statt. Vielleicht finden neben den bisherigen Bünden aus Bamberg, Aachen, Nürnberg und Erlangen noch weitere Kartellbrüder mit Begleitung den Weg nach Wien. Das Programm wird wieder ähnlich sein und sicherlich auch wieder Möglichkeiten bieten, belgische oder ukrainische Couleurveranstaltungen zu besuchen.

Weitere Links und Infos:
AKV Aggstein: http://aggstein.kartellverband.org
Rudolfina-Redoute: https://www.rudolfina-redoute.at 
Kolpinghaus Wien: https://www.kolping-wien-zentral.at