Christoph-Justus Loskant (Al) und Birgit Kemming

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die das Leben eines „Alten Herren“ verändern. Bei uns war es eine Ausgabe der Akademischen Monatsblätter (AM). Im September 2024 waren wir gerade aus dem Urlaub zurückgekommen, in dem wir einen Kite-Grundkurs mitgemacht hatten (das sind die coolen „Surfer”, die sich an einem Drachen vom Wind über das Wasser ziehen lassen). Da rief meine Frau, die gerade die AM zur Hand genommen hatte: „Wahnsinn! Der KV bietet als Seminar „Kiten auf Fehmarn“ an. 
Leider war die Anmeldefrist eigentlich bereits abgelaufen. Aber das KV-Sekretariat mit Christian Maspfuhl und Damian Kaiser machte es möglich: Obwohl die Jugendherberge auf Fehmarn über den „Tag der Deutschen Einheit“ im Oktober eigentlich „picke packe“ voll war, konnten wir noch mitfahren. Als „Alter Herr“ der Tübinger Alamannia hatte ich zwar recht regelmäßig die schwäbischen Stiftungsfeste besucht, in Hannover nahmen uns aber viele andere Dinge in Anspruch.

Im Pinguinzug ans Meer

Auf Fehmarn waren wir völlig überrascht, dass die Seminartruppe dann jeweils zur Hälfte aus Aktiven und Alten Herren bestand. Eine bunte Truppe also, die sich in der Kiteschule „Windgeister“ zunächst einmal in die „Neos“ (Neoprenanzüge) „pellte“ und dann im munteren Pinguinzug ans Meer watschelte. Zwei Surflehrer waren für uns da, die sich je nach Ausbildungsstand um ihre Eleven kümmerten. Für die meisten hieß das zunächst einmal den Drachen, den „Kite“, zu lenken und in der Luft zu halten. Einige Fortgeschrittene waren schon auf dem Board unterwegs und pflügten elegant durch die Fluten. 
Die Ostsee hatte dabei Anfang Oktober schon „maifrische“ Temperaturen, so dass ein abendlicher Restaurantbesuch zum „Aufwärmen“ unbedingt erforderlich war. Die Rollenverteilung zwischen Aktivitas und Alten Herren war dabei schnell geklärt: Die einen durften dem wärmenden Gerstensaft zusprechen, die anderen luden gerne ein. 
Auch das Grillen am zweiten Abend war ein Fest und die Leitung der Jugendherberge wies uns im Verlauf des Abends ein „Séparée“ zu, in dem das „studentische Treiben“ die Mitbewohner nicht störte. Ja, das waren morgens für uns sportliche Tage im „Jugendclub“ und abends zwei sehr fröhliche und freundschaftliche Abende quer durch die Verbindungen des KV:  ein Highlight des kartellbrüderlichen Zusammenseins. 
Wir nahmen dann kurzerhand Jan Erik und Lasse, zwei aktive Gothen, per Auto zurück nach Hannover mit und ein neuer Bund ward besiegelt: Nun sind wir auch gerne auf dem Gothenhaus, waren bei deren Nikolauskneipe und Cocktailparty und fiebern alle gemeinsam schon dem nächsten Kitesurfkurs der KV-Akademie entgegen. 
Wahrscheinlich hat sich dieser Geheimtipp bereits herumgesprochen: Der Kurs wird größer werden und alle freuen sich auf die „Drachen“ und weitere „wärmere Abende“:  

Vivant, crescant, floreant „Kiten + KV“!