Heiliges Jahr: Pilgerfahrt der K.S.St.V. Alemannia vom 9. bis 12. Oktober 2o25. Ein Erlebnisbericht
Aktivitas der K.S.St.V. Alemannia München
Kurz vor Ende des Heiligen Jahres wollten noch Tausende die Heilige Pforte durchqueren, insgesamt wird die Gesamtzahl der Rompilger 2025 auf 32 Millionen Menschen geschätzt. Zu dieser Schar gehört auch die Aktivitas des K.S.St.V. Alemannia München. Eingeladen von Papst Franziskus, im Heiligen Jahr als Pilger der Hoffnung in die Ewige Stadt zu kommen und die vier geöffneten Pilgerpforten der päpstlichen Basiliken zu durchschreiten, traf sie sich kurz vor Beginn der Vorlesungszeit zum WS 2025/26 in Rom. Im Folgenden ein Erlebnisbericht:
Die Ewige Stadt empfing uns mit spätsommerlicher Sonne und milder Temperatur. Unsere Besuchstour begann mit einer Führung durch das Forum Romanum, das Herzstück des antiken Roms. Zwischen den Ruinen alter Tempel, Basiliken und
Triumphbögen wurde die Vergangenheit greifbar. Gegen Abend erreichten wir den Konstantinsbogen und stiegen auf den Kapitolhügel: Dort sorgte der Blick über Roms Dächer für einen eindrucksvollen Tagesabschluss.
Mit dem Besuch des Kolosseums, das Wahrzeichen des antiken Roms, ging das Besichtigungsprogramm am nächsten Tag weiter. Dann aber wurden wir von Touristen zu Pilgern: Denn nun machten wir uns auf zur Basilika St. Paul vor den Mauern, um dort unsere erste Pilgerpforte zu betreten und das Grab des Völkerapostels zu besuchen. Danach führte uns unser Pilgerweg zur Mutterkirche der Christenheit St. Johannes im Lateran und der dortigen Pforte. Der Nachmittag stand im Zeichen der Vatikanischen Museen. Den Höhepunkt bildete die Besichtigung der Sixtinischen Kapelle: Einmal mehr stand sie im Heiligen Jahr 2025, einem „Zwei-Päpste-Jahr”, als Ort der Wahl Papst Leos XIV. im Zentrum des Weltgeschehens. Alemannias Füxe konnten sich hier übrigens davon überzeugen, warum in unserer Fuxenfibel steht, dass das Altarfresko unserer Münchner Heimatpfarrei St. Ludwig nur das zweitgrößte der Welt ist.
Am Samstag besuchten wir den Petersdom durch die Pilgerpforte. Es folgten die Scavi, die Ausgrabungen der Nekropole unter dem Petersdom sowie die Papstgräber, darunter die Grabstätte unseres Bundesbruder Benedikt XVI. Am Nachmittag ging es für die vierte und letzte Pilgerpforte zur Basilika Santa Maria Maggiore, dort reihten wir uns in den Strom der Besucher am Grab von Papst Franziskus ein.
Der Sonntag begann mit der Heiligen Messe mit Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz, gefolgt vom Angelusgebet. Nach dem dichtem Programm der vergangenen Tage hatten wir nun Zeit, die Stadt und ihre Tavernen auf eigene Faust zu erkunden - und abends das Oktoberfest der Anima, der deutschen Gemeinde Roms.
Unseren Abreisetag nutzten wir für ein vermutlich letztes Bad im Meer in diesem Kalenderjahr und fuhren nach Ostia. Manch ein Unersättlicher besuchte dort noch die antiken Ausgrabungen, andere nutzten die Chance, sich am Strand ein letztes Mal auszustrecken, bevor es auf die 15-Stunden-Busfahrt durch die Nacht nach Hause ging.
Es waren großartige Tage voll Glaube und Gemeinschaft, Freundschaft und vielen kulturellen Eindrücken. Nicht zu kurz kamen dabei die Kulinarik, die römische Gastfreundschaft und Lebensfreude, der Austausch mit den Studenten der KAV Capitolina (unter anderem bei einer Spontankneipe) und die Begegnung mit dem zeitgleich in Rom weilenden KV-Ratsvorsitzenden, der uns großzügig mit vino rosso versorgte. Besonders danken wir den Spendern aus dem Philisterium und der KV-Kulturstiftung, die uns ermöglicht hat, die Zuschüsse zur Fahrt aus Spenden zu organisieren.