Ortszirkel Ahlen "Äölske Pott"
Ortszirkel im Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV)
Das im südlichen Münsterland gelegene einstige Ackerbürger-Städtchen Ahlen ist mit seinem ca. 55.000 Einwohner schon seit weit mehr als 50 Jahren Heimat eines Philisterzirkels des KV.
Wie aus kompetentem Munde berichtet wurde, hat es bereits zwischen den ersten und zweiten Weltkrieg etwa ab 1923 gelegentlich lose Treffen von Kartellbrüder in Ahlen gegeben, wenn es auch nicht zu einer offiziellen Gründung eines Ortszirkel gekommen ist.
Nachdem sich die Wirren und Nachwehen des zweiten Weltkrieges ein wenig geglättet hatten, versuchten allmählich in Ahlen und im Ahlener Umfeld lebende Kartellbrüder wieder untereinander Kontakt aufzunehmen; das aber erwies sich oft als recht schwierig, da nur wenige Kartellbrüder voneinander wußten. Das hartnäckige Streben nach kartellbrüderlicher Verbundenheit wurde aber schließlich belohnt. Dr. Heinrich Schoppmeyer, Leiter des Städtischen Gymnasiums Ahlen, gründete im Jahre 1948 den Ortszirkel "Äölske Pott", der sich bis auf den heutigen Tag regen Lebens erfreut. in dem gewählten Namen wurde einmal zum Ausdruck gebracht die enge Bindung zum ländlichen plattdeutschen Umfeld und zum anderen der Hinweis auf die Emaille-Industrie, die sich damals in Ahlen groß angesiedelt hatte, aber heute leider nur noch in Rudimenten existiert.

Sein Nachfolger im Amt wurde sein Sohn Dipl. Kfm. Hans Schoppmeyer - wie sein Vater ein leidenschaftlicher KVer! Dem Altphilologen folgt ein Mann der Wirtschaft, was natürlich auch Konsequenzen für das Leben des Ahlener Philisterzirkles hatte. Hinzu kam, daß der neue Vorsitzender über ein durchaus beachtenswertes organisatorisches Talent verfügte. Alles überschaubarer, regelbarer - sehr zum Wohle des Zirkels!
In der Ära Schoppmeyer senior und junior haben sich aus zunächst oft nur losen kartellbrüderlichen Kontakten vielfach feste Freundschaften entwickelt, die auch heute noch Bestand haben. Die zahlreichen Veranstaltungen mit Referaten aus den eigenen Reihen, aber auch mit Gastreferenten zu aktuellen Themen, die gemeinsamen Ausflüge und Reisen haben zumindest in den letzten zwei Jahrezehnten den Zusammenhalt im "Äölske Pott" beflügelt und gestärkt, zumal auch unsere sehr verehrten Damen mit einbezogen wurden.
Wir konnten inzwischen das 40jährige und 50jährige Bestehen des Zirkels in angemessener Weise festlich begehen und ausgiebig feiern; mehrtätig Reisen nach Rom bzw. nach Oslo gehörten dazu.
Nach 20jähriger "Dienstzeit" als Vorsitzender des "Äölske Pott" hat Hans Schhoppmeyer im Dezember 1998 seim Amt an ein jüngeres Mitglied des Zirkels abgetreten. Kb Dirk Bußmann, Apotheker seines Zeichen, führt nun die Geschicke des "Äölske Pott".
Wie dem Jahreprogramm 2003 zu entnehmen ist, herrscht immer noch reges Treiben in den inzwischen auch etwas lichter gewordenen Reihen, zumal die angebotenen Veranstaltungen sehr zufriedenstellend besucht werden. Es gilt nun, auch etwas jüngere Mitglieder stärker zu motivieren und zu aktivieren, um den alten Kreis wieder zu schließen.
Deshalb auch weiterhin: Vivat, crescat, floreat "Äölske Pott"
Sollte sich jemand eingehender über das Leben des Ahlener Philisterzirkels informieren, können die Festschriften zum 40. und 50. Jubiläum des "Äölske Pott" angefordert werden, die detailierte Berichte, Geschichten und Bilder zu unserem Werdegang beinhalten.